18. November 2019

Medizinische Versorgung in abgelegenen Dschungel-Dörfern

Zwei deutsche Medizinstudentinnen lernen MAF‘s Dienste zu schätzen

Praktika müssen wir als Medizinstudenten sowieso pflichtmäßig in den Semesterferien absolvieren, da dachten wir (Leni und Clara) uns: warum nicht mit einem kleinen Abenteuer verknüpfen. Das heißt nun genauer: 1 Monat Praktikum im Hochland von PNG! Das Kompiam Rural Hospital, das jede Unterstützung gebrauchen kann, hat uns mit offenen Armen empfangen. Der australische Arzt Dr. David Mills ist seit 20 Jahren hier tätig und hat in dieser Zeit einiges aufgebaut: eine Krankenstation mitten im Dschungel, die für ca. 50 Patienten eine stationäre Versorgung bietet plus an zwei Nachmittagen Sprechstunden für ambulante Patienten mit kleineren Beschwerden anbietet. Kranke wandern – trotz ihrer Leiden – oft stundenlang aus den umliegenden Dörfern nach Kompiam zu dem „hoch gewachsenen weißen Arzt“ mit der Hoffnung auf Linderung ihrer Beschwerden. 

Clara und Leni, zwei Medizinstudentinnen aus Bonn

 

Doch was machen Patienten aus noch abgelegeneren und weiter entfernten Regionen in Papua-Neuguinea?

Dank MAF gibt es sogar für einige winzige und abgelegene Dörfer im Hochland von PNG Zugang zu medizinischer Versorgung. Durch die Kooperation mit MAF erreicht regelmäßig medizinisches Personal des Kompiam Hospital sowie Medikamente und Ausrüstung diese Dschungelregionen. 

Während unseres Aufenthaltes erleben wir zwei dieser „Patrols“ mit jeweils zwei Tagen Aufenthalt: der indische MAF-Pilot Satish holt uns und unsere Ausstattung in Kompiam auf dem Landestreifen neben dem Krankenhaus ab und landet nach einem 20-minütigen Flug (mit herrlichem Ausblick über PNG’s Dschungel) sicher im Dorf Yenkisa.  

Das Team vom Kompiam Krankenhaus vor der Klinik in Yenkisa

Das Erklingen der Propeller der MAF Cessna Caravan kündigt uns an und bringt die Bewohner des umliegenden Gebiets dazu, in Richtung Landebahn zu gehen und uns ihre Beschwerden vorzutragen. Was wir dort am häufigsten sehen: Malaria, Schwangere zur Kontrolle, entzündete Wunden, Anfragen für Verhütungspräparate, Gelenkschmerzen durch harte körperliche Arbeit, Tuberkulose. 

Schwerwiegend Kranke können für weitere Behandlungen mit MAF-Flugzeugen als Krankentransport mit nach Kompiam ins Krankenhaus zurückfliegen. 

Nach zwei Tagen voller bunt gemischtem Patientenbild werden wir vom deutschen MAF-Piloten Mathias Glass und seinem niederländischen Copiloten Piet wieder abgeholt und sicher zurück nach Kompiam geflogen. Diesmal begleitet uns u. a. eine hochschwangere Frau mit in der Cessna, die am Tag darauf im Kompiam Rural Hospital gesunde Zwillinge zur Welt bringen wird.

Mit vielen neuen Eindrücken und um einige interessante Erfahrungen reicher kehren wir nach Kompiam und später nach Deutschland in die letzten Semester unseres Medizinstudiums zurück. 

Vielen Dank MAF für dieses Erlebnis! Euer Engagement und Eure Dienste in PNG sind Gold wert.

Leni

Thumbs up! Gut gemacht, MAF!


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