Ein Herz, das springt und das Leben durcheinander wirbelt
Kann Gebet wirklich Heilung bewirken?
Ein kleiner Rückblick: Im März 2025 spürte ich, Mathias, plötzlich eine Veränderung in meinem Herzschlag. Im April und Mai verstärkten sich die unangenehmen Empfindungen. Nach unserer Ankunft in Deutschland im Juli wurde ein Langzeit-EKG durchgeführt, das die Unregelmäßigkeiten bestätigte. Nach einer Akut-Situation im Oktober verbrachte ich ein paar Tage im Krankenhaus. Mein Herz sei organisch in Ordnung. Trotzdem empfahl mir der Arzt dringendst meinen Stress zu reduzieren und Anstrengungen zu unterlassen.
Wir wussten uns keinen anderen Rat als die Entscheidung zu treffen, nicht mehr in den Flugbetrieb nach PNG zurückzukehren. Aber einmal mussten wir noch zurück nach PNG. Uns verabschieden und unseren Hausstand auflösen. Das war im März…
In PNG hatten wir bei einer Missionsklinik unverhofft die Möglichkeit, ein 12-Kanal EKG machen zu lassen, eine Untersuchung, die der Kardiologe in Deutschland als einen zwingenden weiteren Diagnoseschritt beschrieben hatte. Da waren wir also in PNG und schwuppdiwupp war ich verkabelt! Die Ausschläge waren beeindruckend und beängstigend…
Zwei Wochen später haben wir uns in einer kleinen Kirche im Hochtal von Telefomin verabschiedet. Wir waren eigentlich nie länger dort stationiert, aber viele kennen mich bereits seit 2007 als jungen Piloten, und uns beide von wiederholten Kurzzeiteinsätzen dort. Mandy war 2023 auf einer ihrer Frauenkonferenzen dabei, hat im Laufe der Jahre auch einige Leute für MAF interviewt.
Zu Beginn des Gottesdienstes verabschiedeten wir uns von der Gemeinde und sagten, dass Mathias Herz krank ist, und wir deswegen die medizinische Versorgung von Deutschland in Anspruch nehmen müssen. Dann nahm der Gottesdienst seinen Lauf. Nach der Predigt verabschiedete der Pastor die Gemeinde. Doch bevor sich die Leute zum Gehen erhoben, stand eine Frau auf, und erklärte mit lauter Stimme, dass der Gottesdienst noch nicht vorbei sei. Sie bat alle Gebets-Frauen nach vorn, um für uns zu beten. Wir fanden uns in einem Kreis von 8 bis 10 Frauen wieder, die inständig zuerst auf Tok Pisin und anschließend in der lokalen Sprache beteten. Aus dem ganzen Gemeindesaal war Gebetsgemurmel zu hören. Das war sehr berührend!
Am nächsten Tag hat sich mein Herz so ruhig angefühlt, wie schon seit Monaten nicht mehr!
Am folgenden Sonntag konnte ich ein weiteres 12-Kanal EKG bei unserer Nachbarin in Mt Hagen machen. Sie ist Missionsärztin und hatte dieses kleine Gerät auch in ihrem Haus! Das EKG wies keine Auffälligkeiten auf. Die Ärztin meinte, “Würde ich deine Geschichte nicht kennen, würde ich dir ohne weiteres ein Tauglichkeitszeugnis als Pilot ausstellen.”
Zurück in Deutschland hatte ich einen Termin in der Uni-Klinik in Mainz. Die Ergebnisse des Langzeit-EKG und eines weiteren 12-Kanal EKGs waren unauffällig und jede weitere Maßnahme unnötig.
Gott sei es gedankt!
Seit Telefomin hat sich mein Herz beruhigt und wir staunen darüber, was sich seit dem ersten Auftreten getan hat und welche Veränderungen dadurch ausgelöst wurden: Mandy und ich haben uns von PNG verabschiedet und haben Arbeitsplätze bei MAF in Deutschland angenommen. Die Lernkurven sind steil, die Kollegen nett, der Arbeits- und Lebensort Mainz sehr attraktiv. Emotional und körperlich sind wir sehr herausgefordert – im Heute und Jetzt neu leben zu lernen und den Kulturwechsel zu schaffen.

Diese Uhr, das Ende eines Propellerblattes mit verschiedenen Flugzeugszenen wunderschön bemalt, erinnert uns daran, Gott die Ehre zu geben – für all die Bewahrung und all das Erlebte in den Jahren in PNG! Ihm sei die Ehre!

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