06. Dezember 2009

Das Airvan-Training hat begonnen

Montag Ich habe heute meinen ersten Einführungstag für das neue Flugzeug GA8. Den ganzen Tag bekomme ich von meinem Fluglehrer, ein schweizer MAF-Pilot, erklärt, wie das Benzinsystem, die Elektrik, das Frachtladesystem und einige andere kleine Systeme funktionieren. Dann gehen wir die Checklisten durch und wie man das Flugzeug dann auch fliegt.
Dienstag Ich war „gegroundet“. Krank… Eigentlich ziemlich ungeschickt, denn die Trainingszeit ist beschränkt und jeder Tag zählt. Je früher ich in die Luft komme, desto besser ist es für die ganze MAF-Arbeit. So blieb mir nichts anderes übrig, als im Bett schon mal die Notfallverfahren für die GA8 zu lernen.

Mittwoch
Der erste Flug mit der GA8 steht auf dem Trainingsplan. Für den Anfang sind nur zwei kleine Flüge geplant. Einer am Vormittag, der andere am Nachmittag. Vor dem ersten Flug machen wir eine kurze Besprechung, und dann geht es in die Luft. Den ersten Start macht noch der Fluglehrer und dann gehört die Maschine mir. Kurven, Steigen, Sinken und erste Notfallverfahren geben mir schnell das Gefühl für die Maschine. Trotzdem macht die erste Landung noch der Fluglehrer. Am Nachmittag mache ich die Starts und Landungen und das gleich mehrmals hintereinander. Platzrunden-Training nennt sich die Lektion und wir starten und landen im Vier-Minuten Takt.

Donnerstag Das GA8-Training macht gute Fortschritte. Wir wiederholen die Übungen vom Vortag und trainieren die wichtigsten Notfallverfahren wie Motorausfall und Strömungsabriss. Ein Motorausfall ist kritisch, weil es nur einen Motor an diesem Flugzeug gibt. Wenn der ausfällt, dann gleiten wir Richtung Boden und suchen uns ein passendes Feld ohne Bäume. Am Nachmittag nehmen wir das erste Mal Fracht an Bord und liefern Lebensmittel in Simbai ab. Passagiere darf ich noch nicht transportieren und noch ist der Fluglehrer verantwortlicher Pilot an Bord.
Freitag Der große Tag ist gekommen. Mein Fluglehrer entscheidet, dass ich überreif für einen ersten Prüfungsflug bin. Wir trainieren am Vormittag nochmals die wichtigsten Verfahren im Flugzeug und am Nachmittag ist die Stunde für mich gekommen. Wir machen einen Airwork-Check, das heißt, es wird überprüft, wie gut ich die Maschine beherrsche. Nach einer Stunde ist der Flug beendet und der Fluglehrer zufrieden. Ich habe bestanden! Die nächste Trainingseinheit beinhaltet das normale Fliegen im täglichen Flugbetrieb. Ich muss jetzt lernen, wie man die Maschine belädt und damit Flugplätze anfliegt.


flieger-lupo am 6. Dezember 2009 um 19:13 Uhr

Hallo Mathias,

meinen herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Rating! Alles Gute und always happy landings!

Grüsse

Lupo


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