08. Juni 2011

Eine Woche Flugalltag

Montag – Bodycharter nach Tekin Die Schülerin aus dem Hochlanddorf Tekin hat in Passam in der Nähe von Wewak an der Küste die 12te Klasse besucht. Vergangenes Wochenende wurde sie mit Malaria in das Krankenhaus eingeliefert, wo die Doktoren ihr nicht mehr helfen konnten. Sie verstarb. Am Montag flog ich den Sarg mit Familienangehörigen und dem Schulleiter nach Tekin. Viele Schüler kamen zum Flugplatz, um sich noch einmal von ihrer Mitschülerin zu verabschieden. Hierzulande ist in den Särgen oft ein kleines Fenster in Kopfhöe eingearbeitet.

Im Flugzeug wird eine Sitzreihe komplett ausgebaut, sodass der Sarg ordentlich transportiert und verzurrt werden kann.
In Tekin warten die Angehörigen und noch viele andere Leute aus dem Dorf am Flugplatz.
Dienstag – Rundreise Ein Passagier stieg morgens um 8 Uhr in Wewak ein und musste fünf Landungen erleben bis er nach vier Stunden an seinem Ziel ankam. Manchmal geht es nicht anders. Mittwoch – Schnell ins Hochland und dann Basemeeting Einmal im Monat eine Teambesprechung mit dem Team in Wewak: Piloten und Bodenpersonal. Wichtigstes Thema: beim Betanken im Hangar ist äußerste Vorsicht geboten. Donnerstag – Flugfrei Nach drei Tagen Schlechtwetterfliegerei ein willkommener Tag. Freitag – Noch mal ins Hochland Ein Fass Flugbenzin für Telefomin, Tiefkühlkost für Okisai, vier Krankenschwestern aus Blackwara mit leeren Impfboxen zurück nach Telefomin, vergebliche Landung in Eliptamin – die Passagiere waren nicht gekommen, ein Passagier aus Okisai für Moropote, und auf dem Heimflug nach Wewak den Landeplatz in Pukapuki überflogen und inspiziert. Samstag – Nur für Glenda und jede Menge Lebensmittel und Batterien für die Hochschule in Tekin waren an Bord für diesen Charterflug. Auf dem Rückflug war die Maschine leer. Zeit für ein paar private Steilkurvenübungen …


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