10. September 2012

Ärgerlich!

Ihr wisst ja, dass wir gerne pinseln und so nach und nach unser Häuschen auf Vordermann bringen wollen. Jetzt dachten wir, die Fensterscheiben überlassen wir anderen.
Fensterscheiben sind hierzulande sogenannte Luvers, also Brettchen oder Glasscheiben mit 15 cm Breite und eben der Länge des einzelnen Fensters. Und dann hat so ein Fenster schnell mal 24 Luvers.
Vor zwei Jahren haben wir einen Großteil der Holzluvers schon in Glas getauscht. Das ist einfach heller. Aber die hölzernen haben durchaus ihre Berechtigung, denn sie reflektieren das Sonnenlicht und halten somit ein wenig der Hitze ab.
Dumm nur, dass diese Brettchen schimmeln oder eben auch teilweise die Farbe abbröselt.
Also, da dachten sich M&M, das gibt einen neuen Anstrich.
Nun heißt es aber erst einmal, dass die alte Farbe weg muss. Alles per Hand abzuschmirgeln ist nicht wirklich prickelnd und so haben wir die erste Ladung Brettchen zu einer kleinen Holzwerkstatt der EBC Gemeinde getragen. Und gleich auch nen Pott Farbe dazu. Wir dachten, dass gibt denen einen Auftrag und ein wenig Abwechslung, denn deren Hauptaufträge sind Särge und uns spart es Zeit.
Außerdem haben sie ein elektrisches Schleifgerät.
Tja, und nun hat Mandy die Tage die Brettchen frisch gestrichen abgeholt und konnte Zeitung lesen…
Frisch gestrichen!
Zu früh haben sie die Brettchen für uns verpackt und zwar, damit sie nicht zusammenkleben schön mit Zeitungspapier getrennt. Zu dumm nur, dass die Farbe tatsachlich noch nicht trocken genug war und nun überall Druckerschwärze auf den weißen Brettchen hängt.
Dem war weder mit Fensterputzmittel noch Chlor beizukommen. Am Ende hat Flugbenizin geholfen. Immerhin!
Leider war auch nicht wirklich sauber gestrichen worden und teilweise, durch das Aneinanderkleben der noch feuchten Brettchen hat sich schon die erste Farbe wieder gelöst…
Nacharbeit mit Avgas
Ärgerlich das ganze!
Nun streichen wir wieder selber und lassen nur die alte Farbschicht abschleifen.
Allerdings haben wir jetzt das Problem in der hiesigen Schamkultur Kritik zu üben an der Arbeit, die eben nicht unseren Qualitätsansprüchen gerecht wird…

Jörg am 11. September 2012 um 15:41 Uhr

Hallo Mandy, hallo Mathias,
vielen herzlichen Dank, dass Ihr so reichhaltigen Einblick in den Alltag in PNG gebt!
Ich wünsche Euch reichlich Gottes Segen und Seine Bewahrung bei Flügen und Reisen!


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