19. Dezember 2012

Alles laulau, oder was?

Habt ihr so was schon mal gesehen? Habt ihr ne Idee, was das ist?

Diese kleinen Häufchen gibts ab und an mal auf dem Markt hier in Wewak zu kaufen. Pro Häufchen fünf Stück für 10 Toea, das macht umgerechnet grad mal 4 Cent.
Die Einheimischen sagen Laulau dazu. Aber wenn man das googelt, findet man nur ein Hawaii-Gericht. Also weitersuchen und alles umschreiben… 
Und siehe da. Ich finde den richtigen Namen, auf englisch halt: Bell Fruit, zu deutsch Bauch Frucht. Andere Namen sind Rose Apple oder Jambu oder Water Apple. Und genau so schmecken diese Früchte auch: wie wässrige Äpfel.
Ich lerne im Internet, dass diese bauchförmigen Früchtchen in Südostasien heimisch sind.
Sie haben eine dünne, scheinende Haut und farblich variieren sie zwischen hellrosa, pink hin zu dunklem tiefem rot. Das Fruchtfleisch ist richtig crisp, saftig und eben recht mild im Geschmack. Mit etwas Zucker oder Zitronensaft über die aufgeschnittenen Früchte geträufelt, schmecken sie noch besser. Sie machen sich auch echt gut als nette Farbkleckse im Fruchtsalat zwischen all den gelblichen Früchten, die es hier sonst auf dem Markt gibt, als da wären Bananen, Papayas, Ananas.
Aber da sie auch Wasseräpfel genannt werden, dachte ich mir, mach ich doch glatt einen Wasserapfelkuchen. Vielleicht schafft es mein Überführungsflieger heute ja doch noch nach Wewak und dann gibt es den Laulaukuchen gleich als Geburtstagskuchen…

Während ich dies hier schreibe, sollte Mathias bereits auf der zweiten Etappe von Horn Island nach Mt. Hagen sein, vielleicht noch knapp zwei Stunden Flug vor sich haben. 
Das Wetter scheint – Gott sei´s gedankt – überall gut zu sein. Das gibt Hoffnung, dass er es doch noch nach Wewak schafft, vorausgesetzt, die Zollbeamten in Mt. Hagen machen ihren Job auch schnell und gut.
Also schaut die Tage mal wieder auf unserm Blog. Es gibt bestimmt wieder eine Story zu diesem Überführungsflug…

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