03. April 2013

Der alte Frank und seine Hörbibel

Ostermontag erhielten wir eine Email von Glenda aus Tekin, die wir euch gern übersetzen und weitergeben wollen. Eine beeindruckende Geschichte:
Es ist Ostermontagnachmittag hier und ich komme gerade zurück von einem Spaziergang auf die andere Seite des Tekinflusses – ein Baumstamm diente als Brücke! Ich habe einen alten Mann besucht, dem ich eine der Hörbibeln gegeben habe, die ihr mir überlassen habt. Der alte Frank lebt in einem kleinen Camp auf der anderen Flussseite in den Berghängen nördlich der Schule. Vor kurzem sind einige Jugendliche in sein Haus eingebrochen und haben Lebensmittel, seine Katzen und die kleine Hörbibel gestohlen. Er hat weder die Lebensmittel noch die Katzen zurück bekommen, aber sie haben ihm die Hörbibel zurückgebracht. 
Er wusste nicht, dass Vince, einer unserer Lehrer, und ich heute kommen. Wir haben die Hörbibel auf seinem Dach liegen sehen, damit sie in der Sonne neu aufgeladen werden konnte. Als er die Hörbibel vom Dach nahm und anmachte, war sie sie klar und deutlich wie zuvor. Seine Frau erzählte uns, dass der alte Frank sie überall mit hin nimmt und immer zuhört. 
Das alte Ehepaar hat ein sehr einfaches Haus, wo sie leben und auch nach ihren drei Enkelkindern schauen. Sie arbeiten gern und fleißig im Garten und so balancierte ich über die Brücke noch eine gute Ladung reifer Bananen, die sie mir mitgegeben haben!
Old Frank mit seiner Hörbibel vor seinem Haus. Foto: Glenda Giles
Mich beeindruckt, wie die Hörbibel mit allen Widrigkeiten klar kommt (Zitat: how well the devices stand up to wear and tear). Er sagte, dass er das Gerät mal auf seinem Dach liegen hatte als er zum Gottesdienst ging und es dann regnete. Und das Gerät überlebte unbeschadet. Frank ist Christ und mein Hauptfeuerholzlieferant. Ich hatte echt zu tun, heil über die „Brücke“ zu kommen. Keine Ahnung, wie er das schafft mit den dicken Stämmen, die wir dann zu Feuerholz klein hacken.

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