21. März 2015

Mathias‘ vorerst letzte Flugwoche

Wer weiß, wo Wewak liegt, kann sehen, welche Distanzen Mathias in seiner letzten Flugwoche (2. bis 7. März) zurückgelegt hat.

Wer genau beobachtet, erkennt, dass die dunkelgrüne Linie irgendwo im Grünen endet. Hätte wir eine Karte, die noch einen weiteren Tag abbilden würde, dann wäre auch die linke Linie dort zu Ende. Aufgrund schlechten Wetters und einem über die Jahre aufgeweichten Landeplatz, stecken dort z.Zt. unsere Cessna Caravan sowie eine Twin Otter fest. Die Kruste der Landebahn ist eingebrochen, was fatale Folgen für die PNG MAF Operation hat: enorme Kosten bügle. der Bergung von Crew, Passagieren und Flugzeugen, sowie enorme Ausfälle durch zwei fehlende Flugzeuge. Eigentlich kam die Twin Otter zur Bergung der Caravan Besatzung inklusive eines Medevac für einen Verletzten mit enormen Brandverletzungen und hatte gleichzeitig Ersatzteile und ein Mechanikerteam an Bord, um die Caravan wieder flott zu machen. Diese war nämlich auf dem Weg zur Startposition mit dem Vorderrad soweit eingeknickt und durch die Landebahnoberfläche gebrochen, dass der laufende Propeller Bodenkontakt hatte…
Leider passierte der Twin Otter Tags drauf ein ähnliches Missgeschick und auch da sackte das Nasenrad ein.
Ein Helikopter wurde gechartert, der alle Piloten, Mechaniker und Passagiere evakuieren sollte, aber selbiger musste wegen schlechter Sicht umkehren. Auf dieser Seite der Welt entwickelt sich gerade ein Zyklon nach dem anderen und PNG bekommt dadurch viele starke Winde und Regenfälle ab, die das Fliegen erschweren und eben auch die Landebahnen aufweichen.
Jedenfalls war die zweite Helikopter-Mission erfolgreich und mittlerweile geht es dem Patienten mit den Brandverletzungen den Umständen entsprechend gut (ein Tag länger und er wäre gestorben…). Allerdings die Flugzeuge sitzen beide noch in Gabun fest. Die Dorfgemeinschaft ist fleißig dabei, Entwässerungsgräben auszuheben, damit der Platz abtrocknen kann. Im Helikopter waren 50 Schaufeln und einige Schubkarren…

Bitte betet, dass die Wetterlage sich bessert, die Dorfgemeinschaft aushält die Gräben zu ziehen, damit baldmöglichst beide Flugzeuge sicher ausgeflogen werden können. Der finanzielle Verlust von MAF PNG ist enorm, was vermutlich bedeutet, dass die Rabatte für Bibelschüler und -lehrer, Missionare und Gemeinden rapide gekürzt, im schlimmsten Fall auch gestrichen werden müssen.

Achso, wer sich fragt, warum es Mathias letzte Flugwoche war: Wir sind auf dem Weg nach Deutschland! Lukim yu!


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