22. März 2022

Bibel & Seifen Boxen  –  Das geht unter die Haut  

Eine Bibel als Zeichen der Ermutigung fürs Weitermachen 

Hilfe, Hoffnung und Heilung zu bringen – wie es das Leitbild von MAF ist – in Form von Seifen und Bibeln war nicht nur ein Segen für die Empfänger der Geschenke, sondern ebenso für die Überbringer der Gaben.

Jacob Luiya und seine Frau Patricia unterrichten an der Telefomin Community Health Worker School und bilden Dorfgesundheitsmitarbeiter aus. Mit Leidenschaft vermitteln sie der jungen Generation ihr Wissen. Das Paar arbeitet seit einigen Jahren in Telefomin. 

Mit einer Kollegin besuchte Mandy die Schule,  als wir Ende Februar für einen Kurzeinsatz in Telefomin waren, um ihnen ein paar der Bibel-Seifen-Boxen zu schenken.

Am Sonntag berichten Jacob und Patricia (im Foto das Ehepaar links) in der Kirche darüber. Unser Pilotenkollege erzählt uns später davon: „Leider hatten sie im Laufe der Zeit einige echte Probleme mit verschiedenen Vorgesetzten. Sie ringen seit einiger Zeit mit Gott: „Bitte, eröffne uns eine Gelegenheit an einen anderen Ort zu gehen.“ Sie haben sich wohl schon an anderen Schulen beworben, aber es hat sich noch nichts ergeben. Im Gottesdienst berichteten sie über ihre Schwierigkeiten und den innerlichen  Kampf und darüber, wie sie am Ende ihrer Kraft und Geduld sind. Und dann erzählten sie, wie diese zwei weißen Damen während der Woche kamen und ihnen einige Bibeln und andere Dinge gaben. Sie nahmen das als Ermutigung Gottes für sie, hier in dem, was sie tun, weiterzumachen.“

MAF erhielt 150 dieser Bibel-Seifen-Boxen vom australischen Rapid Relief Team (RRT) zum Weiterverteilen in Papua-Neuguinea. Diese Bibel-Seifen-Idee ist im Rahmen der Pandemie entstanden und das RRT Hilfswerk konnte eine Bibelgesellschaft und eine Seifen-Recycling-Firma für diese Partnerschaft gewinnen. 

Eine echt passende Kombination: Seife, um den Körper äußerlich zu reinigen. Gottes Wort zur inneren Reinigung. Und beides täglich benutzt, schützt uns! 

In Telefomin hatte Mandy die Gelegenheit, noch weiter Boxen zu verschenken. Tom (links) arbeitet im Gesundheitsamt mit dem Schwerpunkt Seuchenkontrolle und erhielt zwei Boxen für sein Team. Elli (Mitte) ist Krankenschwester und Steven (rechts) ist Zahnarzt. Beide arbeiten im Krankenhaus in Telefomin. Auch sie erhielten einige Boxen, um deren Inhalt mit den Kollegen zu teilen.

Begeistert von der Freundlichkeit der Menschen – Seifen für die Frauen im Gefängnis in Wewak

„Im Moment sind zehn Frauen im Gefängnis. Zwei von ihnen haben ihre Babys dabei“, erzählt Harriette, die mit ihrer Familie in Wewak lebt, wo ihr Mann als Pilot für MAF fliegt.

Jede Woche besucht Harriette die Frauen im Gefängnis in Wewak, um sie zu ermutigen, gemeinsam zu basteln, biblische Geschichten zu lesen und sich darüber auszutauschen, ihnen zuzuhören und ihnen ein paar Schimmer von Hilfe, Hoffnung und Heilung zu bringen. 

„Wir wollen Licht an einen sehr dunklen Ort bringen“, fährt Harriette fort. „Und wir wollen Liebe bringen, nicht unsere eigene Liebe, sondern Gottes Liebe. Wir wollen ihnen zeigen, dass sie, was auch immer in ihrem Leben passiert ist, geliebt werden und Töchter des allmächtigen Gottes sind.

Als ich die Seifen auspackte, waren die Frauen super aufgeregt und ich konnte ihnen jeweils fünf Stück geben, was für sie wirklich beeindruckend war. Den Müttern mit den Kindern konnte ich sogar ein paar mehr geben. Das war wirklich sehr schön!

Die Frauen staunten nicht schlecht, als ich ein wenig über die Herkunft der Seifen erzählte – die Idee, unserer Erde zu helfen, indem manches eben recycelt und wiederverwendet wird. Sie waren geradeso begeistert von der Freundlichkeit der Menschen, die so etwas für sie organisieren, es dann aus Übersee den ganzen Weg nach PNG versenden, damit ich es ihnen geben kann. Das ist einfach unglaublich für sie und sie fühlten sich sehr gesegnet.”

Acht von zehn derzeit inhaftierten Frauen können weder lesen noch schreiben bzw. haben nur begrenzte Lese- und Schreibkenntnisse in Tok Pisin. Daher gingen die Bibeln von den Bibel-Seifen-Boxen auf eine andere Reise, um eine andere, gebildetere Gruppe von Menschen zu segnen. MAF flog die Bibeln von Wewak nach Green River für die Lehrer der Green River Christian Secondary School.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.