06. November 2026

Vanille gibt Familien einen Vorgeschmack auf eine bessere Zukunft

Kleinbauern im Bezirk Karimui in Papua-Neuguinea legen tagelange Fußmärsche zurück, nur um ihre kostbare Ernte zur Landebahn zu bringen, wo sie von MAF abgeholt wird. Ohne den Transport per Flugzeug würden den Familien die Einnahmen fehlen, die zum Lebensunterhalt notwendig sind.

Bericht von Aquila Matit. Fotos von Aquila Matit und Matt Painter
(englische Originalveröffentlichung HIER)

Vanille ist für die Bauern in der bergigen Provinz Simbu im Zentrum von Papua-Neuguinea mehr als nur ein Aromastoff – das begehrte Erzeugnis bringt das Einkommen ein, das nötig ist, um die isoliert lebenden Menschen zu ernähren und das Wirtschaftswachstum zu fördern.

Doch bis die Vanille in Form von süßen Leckereien wie Kuchen und Eis auf unseren Tisch gelangt, hat sie einen langen Weg hinter sich. Der Anbau und die Ernte von Vanille sind sehr arbeitsintensiv, und die gefährliche Reise von der Plantage zum Landeplatz kann Tage dauern.

MAF-Flugzeug in Karimui

Mopa Paleah, ein Vater von vier Kindern aus dem Bezirk Karimui in der Provinz Simbu, leitet die Bemühungen der lokalen Bauern, ihre Ernte an Abnehmer zu bringen.

„Wir haben in Karimui 7.000 bis 8.000 Bauern, viele von uns sind Subsistenzbauern. Manche von uns bauen Vanille an, jeder hat 3.000 bis 4.000 Vanilleschoten“, erklärt Mopa.

„An der Grenze zu den Eastern Highlands, an einem Ort namens Mengino, wird hochwertige Vanille angebaut, und viele Bauern kommen von dort. Sie laufen drei Tage lang, um nach Karimui zu gelangen. Manchmal, wenn die großen Flüsse Hochwasser führen, müssen sie einige Tage unterwegs verweilen, bevor sie weiterreisen können. Manchmal riskieren sie ihr Leben bei der Überquerung.“

Mopa erklärt, was es für die Bauern in dieser abgelegenen Region bedeutet, ein Einkommen für ihre Arbeit zu erhalten.

„Ich nehme ihre Vanille entgegen und verkaufe sie“, sagte er und hielt dabei einige Bündel Vanille zwischen seinen Händen. „Ich bringe den Bauern ihr Geld zurück, und sie kaufen sich davon Salz, Speiseöl und alles, was sie brauchen, und kehren dann voller Freude nach Hause zurück.“

Mopa mit Vanille-Bündel, fertig zum Verkauf

„Ich selbst stelle mir ein Budget zusammen und bezahle mit einem Teil des Geldes die Schulgebühren meiner Kinder. Einen Teil dieses Geldes spare ich. Wann immer ein Notfall eintritt oder jemand in Not ist – und da ich Vanille kaufe –, nehme ich dieses Geld und gebe es ihnen, damit sie das Nötige kaufen können.

„Die Leute aus dem Busch bringen ihre Vanille mit, ich bringe meine ebenfalls mit, und wir gehen zum MAF-Flugzeug. Wenn das MAF-Flugzeug nicht regelmäßig hierher fliegen würde, würden unsere Erzeugnisse meiner Meinung nach alle verkommen.“

MAF-Pilot Brad Venter weiß, wie wichtig es ist, den Bauern von Karimui diese wirtschaftliche Lebensader zu sichern.

„Diese Menschen haben gute Vanille, doch ihre Absatzmöglichkeiten sind begrenzt“, sagte Brad. „Je länger die Vanille bei ihnen bleibt, desto eher verdirbt sie, deshalb suchen wir Käufer für sie. Sobald sich einer findet, fliegen wir die Vanille nach Goroka und verkaufen sie dort.“

Die Bauern verlassen sich bei dem Verkauf ihrer Erzeugnisse auf Mopa, und er weiß, dass er sich darauf verlassen kann, dass MAF den Transport übernimmt.

„Die MAF-Piloten geben mir Bescheid, sobald sich ein Käufer findet, und ich informiere die Bauern“, sagte Mopa. „Die Käufer zahlen, und die Piloten bringen das Geld in bar mit. Ich bezahle die Bauern, und die Arbeit mit Vanille zahlt sich aus, und der Segen hält an. Ich sehe die Hand Gottes in der Mission von MAF; sie leisten gute Arbeit, indem sie uns mit dem Vanilletransport und Verkauf unterstützen.“


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