Panne

Auf zu den Goldgräbern


Bis unters Dach war die GA8 vollgepackt mit einer Maschine zum Goldwaschen. Auch solche Flüge gehören mit zum Programm, aber subventioniert werden diese Flüge nicht. Mit diesen Flügen verdient MAF Geld, um missionarische Flüge zu unterstützen. Nachdem ich die Goldmaschine in Okisai abgeladen hatte, ging es nach Telefomin, wo ich eine andere GA8 übernehmen und nach Wewak zurückfliegen sollte. Dummerweise war der Schlüssel für das andere Flugzeug nicht auffindbar. Nach einigem hin und her nahm ich den Ersatzschüssel und startete nach Wewak, um dort um 18:07 Uhr zu landen. Genau 7 Minuten nach meiner Landezeitbeschränkung. Wäre kein Gegenwind gewesen, hätte ich es noch geschafft. Aber so musste ich den Chefpiloten davon unterrichten.

1. Advent

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… Ja, so hätten wir das auch gern gehabt heute. Und dabei haben wir auch 4 schöne Adventskerzen. Mandy war so happy, als sie sie gekauft hat: ein bisschen mit Silber- und Goldglimmer besprenkelt und drumherum sparsame Deko – wenn wir schon kein Tannengrün für einen Adventskranz haben… Nur leider brennen die Kerzen nicht. Der Docht scheint kein Wachs aufzunehmen. Zu dumm! Ein typischer PNG-Kauf mal wieder! Ansonsten schmückt mittlerweile ein wenig Weihnachtsdeko unser neues Zuhause in Mt. Hagen: ein selbstgebastelter Adventskalender ziert die Wand über unserem Esstisch. Ein großer Weihnachtsstern hängt über dem Wohnzimmertisch und an der Wohnungstür baumeln ein paar rote Glaskugeln. Unsere eigentliche Weihnachtsdeko ist noch in den Tonnen und diese sind halt noch beim Zoll in Lae. Hierzulande kann man viel chinesischen Weihnachtskram kaufen, auch Plastiktannenbäume. Aber das ist nicht so unsre Sache… Gestern hat Mandy auch die ersten Weihnachtsplätzchen gebacken. Gar nicht so einfach, wenn man die Zutaten hier nicht bekommt. Wie schön, dass in den Päckchen aus Deutschland ein paar Mandeln und Nüsse waren. Hierzulande sind solche Backzutaten unverschämt teuer. So heißt es eben immer wieder improvisieren und aus dem, was man hat, was Leckeres zu machen. Bisher gelingt uns das ganz gut. ;o) Ihr seid herzlich eingeladen, euch selbst davon zu überzeugen! …

Reifenschaden



Ich hatte schon davon gehört und wusste, dass es passieren kann. Jetzt ist es auch mir passiert: ein Reifenschaden an der Twin Otter. Wir kamen gerade am Nachmittag mit unserer Twin Otter von dem Buschlandeplatz Boikoa mit einer vollen Ladung Kaffeesäcke nach Aiyura zurück, wo wir die Kaffeesäcke ausladen und unsere Twin Otter auftanken können. Die Landung war routiniert und auf der Sandlandebahn eher weich als hart. Als das Flugzeug gerade am Ausrollen war – das Bugrad hatte schon Bodenkontakt – übergab ich die Kontrolle an den Kapitän, der kurz darauf ein unregelmäßiges Holpern am Bugrad feststellte. Er wusste genau, wie sich ein platter Reifen anhörte und manövrierte unsere Twin Otter von der Landebahn weg. Der Reifen blieb zum Glück auf der Felge drauf und wir konnten das Flugzeug noch steuern. Aiyura ist ein Landeplatz im Hochland von PNG, an dem der Flugdienst von Wycliff (SIL) stationiert ist. Dort hat SIL auch eine eigene Werkstatt zum Warten der Flugzeuge. Schnell waren zwei Mechaniker bei uns und untersuchten den Schaden: der Reifen war kaputt und konnte nicht mehr repariert werden. Wir telefonierten mit unserem Chefpiloten. Am Ende musste ein Flugzeug vom MAF-Hauptquartier in Mt. Hagen mit einem Ersatz-Bugrad ca. 45 Minuten nach Aiyura fliegen, wo wir das Bugrad dann ersetzten. Die Reparatur dauerte zum Glück nicht lange, sodass wir eine dreiviertel Stunde vor Sonnenuntergang Richtung Goroka starten konnten. Wir waren froh, wieder in der Luft und auf dem Heimflug zu sein. Aber noch war unser kleiner Zwischenfall noch nicht ganz ausgestanden. Denn jetzt waren wir so spät dran, dass die Nachmittagsgewitter im Goroka-Tal sich voll entwickelt hatten und schon aktiv waren. Zwischen Goroka und uns hatte sich ein großes Regengebiet breit gemacht und versperrte uns den Anflug. Wir suchten unseren Weg am Rande des Gewitters vorbei und landeten schließlich so spät, wie schon lange nicht mehr, an unserem Heimatflughafen Goroka.