Medevac

Erster Solo-Flugtag

Anfang Juli flog unser Chefpilot mit mir und hat sich zwei Tage lang angeschaut, wie ich die MAF Caravan fliege. Er war zufrieden und ich auch, nachdem ich über 6 Monate nicht in PNG war und fliegen konnte… 

Zwei Wochen später, am 20. Juli, hatte ich meinen ersten solo Flugtag für dieses Jahr. Und der entwickelte sich anders als geplant… 

Es war ein wunderbarer klarer Morgen in Mt Hagen. Um 7 Uhr war ich am Flugplatz und begann mit der Vorflug-Kontrolle an einer unserer Caravans, die für mich für diesen Tag vorgesehen war zu fliegen. Ich plante, spätestens um 7:30 Uhr in der Luft zu sein.

Ich staunte, an was ich mich noch alles erinnern konnte. Normalerweise werden die Kontrollen aus dem Gedächtnis durchgeführt, aber wenn ein Pilot längere Zeit nicht geflogen ist, dann muss er seine Kontrollen mit dem Handbuch von MAF überprüfen. 

Nicht alle Kontrollen sind im MAF Handbuch aufgeführt. Der Pilot kann selbstverständlich mehr Dinge kontrollieren, wenn er es für nötig hält. Es war bei einem dieser zusätzlichen Kontrollen, wo ich am Bugrad zu viel Spiel im Stoßdämpfer festgestellt habe. Keiner der Mechaniker hatte so etwas schonmal gesehen.

Das Bugrad der C208 und der Handgriff, wie ich den Stoßdämpfer kontrollierte (Bild nachgestellt zu Demonstrationszwecken…)

 

Das Flugzeug war nicht lufttüchtig und ich musste eine zweite Caravan vorbereiten und die technische Vorflugkontrolle gleich ein zweites Mal durchführen. Außerdem musste unsere Bodencrew das ganze Gepäck auch umladen, u.a. ein Deutscher Rasenmäher für die Landebahnwartung in Rumginae, einige Kisten mit christlichen Büchern für verschiedene Gemeinden und dann das Reisegepäck meiner zwei Passagiere, die für eine Kirchensitzung der Evangelisch Kirche PNGs ins Hochland kamen und nun wieder auf dem Heimweg nach Rumginae waren.

Die zweite Caravan kam gerade aus der Wartung und musste noch auf die entsprechenden Unterschriften im Wartungslogbuch warten.

Vorflugkontrolle zum Zweiten! Die Maschine steht noch im Hangar und nicht wie normal, an der Fluglinie.

 

Anstatt um 7:30 zu starten, war ich nun 4 Stunden später dran! 11:40 hob ich endlich ab! Das bedeutete, ich musste Flüge für den Nachmittag streichen und auf den nächsten Tag verlegen. 

Gerade als alles für den Start vorbereitet war und ich die Passagiere abholen wollte, rief mich unsere Flugdienstleiterin an. In Fuma gibt es eine Frau mit Nachgeburtsschwierigkeiten. Sie hatte bei der Geburt viel Blut verloren, und die Nachgeburt kam noch nicht; sie musste so schnell wie möglich ins nächste Krankenhaus geflogen werden. “Wie zufällig” lebte die Frau in einem Dorf dicht an der Flugstrecke zu meinem ersten Ziel. Ich konnte einfach eine Zwischenlandung machen, die Frau mit dem neugeborenen Baby und ihren Mann einladen und weiter zu meinem Ziel fliegen, das, wie es sich später herausstellte, auch die Stadt mit dem besten Krankenhaus für die Frau war. 

 

Die Patientin liegt in einer ihr angenehmen Position auf einer dünnen Matratze im Flugzeug

 

Plötzlich machte alles einen Sinn. Mein verspäteter Start wegen dem technischen Defekt im Bugrad und der medizinische Notfall konnten kein Zufall sein. Auch, dass meine Flugstrecke für diesen Tag direkt an dem Dorf der Frau vorbei führte und mein Ziel die Stadt mit dem besten Krankenhaus für die Frau war. Eine wunderbare göttliche Fügung!

Mandys Bürotür grenzt an unsere Abflughalle. Sie hat einige Gesprächsfetzen des Anrufs der Flugbetriebsleiterin und mir mitbekommen: “Medevac”, “Fuma”. Das war genug, dass sie ihre Arbeit unterbrach, rauskam, nachfragte und mir noch eine Segenstüte für die junge Familie in die Hand drückte. Wir Piloten denken an so was natürlich nicht… 😉

Nachdem die junge Familie ausgestiegen war, setzte ich meinen ersten solo Flugtag fort. Es gab fünf Passagiere zu einem Distriktzentrum im Süden des Landes zu fliegen. Zwei der Passagiere waren Teil eines Teams, dass sich um die Gesundheit der Menschen im Busch der ärmsten Provinz in Papua-Neuguinea kümmert. Sie hatten diese Woche ihren ersten Einsatz. 

Aus Frust wird Freude

 

Am Ende dieses speziellen Freitags Ende März war die Telefomin Twin Otter Crew, Kapitän Mathias Glass und First Officer Ryan Cole, ziemlich frustriert, weil sie ihr Flugprogramm nicht vollständig abarbeiten konnten. Wegen sich verschlechterndem Wetter am Nachmittag verlängerte sich die Flugzeit um von Mt Hagen nach Tari zurückzukehren. So mussten sie einen Flug nach Tekin stornieren, der Lebensmittel geliefert und 8 Passagiere abgeholt hätte, einige von ihnen Community Health Worker Studenten, die darauf warteten, nach ihrem Praktikum im Tekin Health Center wieder zur Schule nach Telefomin zurückzukehren. Die Piloten flogen in direkter Route nach Telefomin. Auf dem Weg zu ihrer Heimatbasis erhielten sie einen Funkspruch von der Telefomin Basis, der sie über einen angeforderten medizinischen Evakuierungsflug (Medevac) von Yapsie nach Tabubil informierte. Unglücklicherweise machte das Wetter weiter dicht und die Navigation zwischen den Wolken und Bergen erhöhte wieder die normale Flugzeit. Schließlich fanden sie ein kleines Loch in den Wolken, um in das Telefomintal hinabzusteigen und zu landen. Dies bedeutete jedoch, dass nicht mehr genug Zeit und Tageslicht blieb, um die Medevac von Yapsie nach Tabubil fliegen zu können und schließlich zu Telefomin zurückzukehren. Eine Frau, Ester, hatte früher an diesem Morgen ein Kind geboren. Leider ist das Baby sofort gestorben, während die Mutter viel Blut verlor und die Plazenta noch nicht ausgeschieden hatte – eine Situation viel zu komplex für die Dorfgesundheitsmitarbeiter der kleinen Krankenstation in Yapsie.

Es war noch mehr frustrierend, als die Piloten am Abendessenstisch saßen, und in ihrem Tischgebet auch für die Frau beteten, dass sie die Nacht überleben würde, als sie sahen, dass das Wetter wieder aufgeklart hatte und alle umliegenden Bergkämme frei von Wolken waren als sich die Sonne mit einem atemberaubenden Himmel an diesem Tag verabschiedete.

Genialer Sonnenuntergang im Telefomin Hochtal

Als die Piloten das Flugzeug am nächsten Morgen für den Flug nach Yapsie vorbereiteten um Ester ins Krankenhaus nach Tabubil zu fliegen, stellte sich heraus, dass über Nacht eine andere Frau, Osa, im Krankenhaus in Telefomin Komplikationen während der Geburt entwickelte (Verschlusspräsentation/Steißgeburt) und ebenfalls nach Tabubil zur Notfalloperationen überwiesen wurde. Eine weitere junge Frau, Kolina, hatte undefinierte starke Schmerzen im Unterleib. Der Verwaltungsangestellte des Distrikt-Gesundheitsamtes für Telefomin, der den Medevac Charter für Ester angeordnet und bezahlt hatte, buchte nun auch Osa und Kolina auf den Flug.

Während der MAF Agent in Yapsie um 7:30 Uhr via HF-Radio den Wetterbericht durchgab, teilte auch er mit, dass ein zweiter Patient, Lucy, vermutlich mit TB diagnostiziert, nach Tabubil für weitere Untersuchungen geflogen werden sollte.

Ein einzelner Medevac am Abend zuvor entwickelte sich über Nacht zu vier am nächsten Morgen.

Osa wurde vom Landcruiser des Telefomin Krankenhauses in das Flugzeug getragen und dann sicher auf der Trage liegend für die beiden 25 Minuten Sektoren angeschnallt, um schließlich ihr Baby im Krankenhaus in Tabubil zu entbinden.

 

Die Telefomin-Passagiere, 1. Reihe Francis, der Bezirksgesundheitsamt Administrator; 4. Reihe ist Judith, die Hebamme des Krankenhauses, die dort erst vor 6 Tagen ihren Dienst angetreten hat; 5. Reihe die zweite Patientin, Kolina; 2. und 3. Reihe eine Bekannte von Osa und ihrem Mann Herr Imit, die nach der werdenden Mutter schauen soll. Kolinas Ehemann war auch an Bord, aber ist nicht im Bild zu sehen.

 

Judith, die Hebamme, war gerüstet, Osas Baby während des Fluges zu entbinden. Sie hatte ein Notfall-Kit mit im Flugzeug. Gott sei´s gedankt, Judith musste es nicht benutzen!

 

Unter den Augen vieler Dorfbewohnern wurde Ester auf einer improvisierten Trage aus Buschmaterial von der lokalen Gesundheitsstation zum Flugzeug getragen. Neben dem Flugzeug wurde sie dann auf die MAF-eigene Transporttrage umgelagert.

 

Auf der Trage liegend wurde Ester bequem ins Flugzeug gehoben und ebenfalls auf dem Boden gesichert. Beide Frauen hatten einen IV-Tropf, um ihren Körper mit dem nötigsten zu versorgen.

 

Das Tabubil Krankenhaus schickte seine Ambulanz, um die Patienten liegend abholen. Allerdings gab es nur Platz für eine Trage. Osa musste zuerst gehen. Noch im Flugzeug wurde sie auf die Trage des Krankenwagens umgelagert, und dann ins Ambulanzfahrzeug geschoben. Ester, müde von den vergangenen Stunden und um den Verlust ihres Babys trauernd, musste warten, bis der Krankenwagen zurückkehrte.

 

Osas und Esters Begleitpersonen (beide links im Bild) erhielten eine so genannte Medevac-Segenstüte, die mit verschiedenen Kleinigkeiten für die Zeit im Krankenhaus gefüllt war, u.a. Toilettenartikel und Kleider. Die Taschen samt Inhalt werden von den MAF Mt Hagen Frauen verpackt und gespendet.

 

Das Personal des Krankenwagens, ein Fahrer und eine Krankenschwester, waren sehr hilfsbereit. Sie erlaubten Judith mit Osa zum Krankenhaus zu fahren, damit sie den Krankenschwestern vor Ort Osas Schwangerschaftskomplikationen erklären konnte. Osa, schon etwas älter und bereits Mutter von zwei erwachsenen Kindern, erwartete nun ihr 3. Kind nach einer sehr langen Pause.

 

Ester wird vom Flugzeug in den Krankenwagen gehoben.

 

Tracy, unsere Tabubil Base Managerin, nutzt die Gelegenheit und informiert Twin Otter Piloten Mathias Glass über das Flugprogramm für den kommenden Montag. Zuvor fuhr Tracy die beiden anderen Patienten und ihre Begleitpersonen im MAF-Fahrzeug ins Krankenhaus – ein Dienst, den sie regelmäßig übernimmt, wenn der Krankenwagen platztechnisch nicht ausreicht, er nicht sofort verfügbar ist und die Patienten nicht liegend transportiert werden müssen.

 

Mathias und Ryan laden das Flugzeug mit Lebensmitteln für den Rückflug nach Telefomin – eine unerwartete Lieferung für einen der lokalen Ladenbesitzer an diesem Samstag.

 

Alle Waren sind sicher in der Kabine verstaut. Judith und Francis, vom Krankenhaus in Telefomin, waren die einzigen Passagiere auf dem Weg zurück nach Telefomin.

 

Ist es nicht erstaunlich, dass trotz aller Frustration für beide Piloten und die Mitarbeiter der MAF Telefomin und Tabubil Basis, dass sie den Medevac am Freitag Nachmittag nicht fliegen konnten, Gott die ganze Zeit wusste, dass 15 Stunden später mehr Menschen geholfen und das Flugzeug effizienter ausgelastet werden würde, ohne die Gesundheit der ersten Medevac Patientin zu riskieren!

 

In eigener Sache…

Im März mussten wir für mehrere Wochen nach Telefomin umziehen. Mathias wurde dort als Twin Otter Kapitän gebraucht, da der dort wohnhafte Pilot wegen einem medizinischen Notfall in der Familie nach Australien musste (sein zweijähriger Sohn hatte sich schwer verbrüht…). Da dieser Flug am 1. April ein ungeplanter Notfallflug war, gerade noch ein Platz im Flugzeug frei war, konnte Mandy mitfliegen und diese Geschichte in Worten und Bildern festhalten.

Ihr wisst, dass ich, Mandy, für MAF PNG Berichte aus dem MAF Alltag schreibe, die deutlich machen, welch ein Segen der Flugservice von MAF für die Menschen in den abgelegenen Regionen von PNG ist. Im Original sind diese Berichte auf Englisch. Ihr glaubt gar nicht, dass es mir zuweilen Mühe macht, meine eigenen Texte zurück ins Deutsche zu übersetzen! Entschuldigt bitte, wenn mein Deutsch vielleicht ein wenig holprig ist! 😉

Flugalltag


Einmal im Monat sollten wir uns als MAF Wewak Team zusammensetzen und über die vergangenen vier Wochen reden. Wir besprechen, wie die Base in den letzten vier Wochen funktioniert hat, was wir besser machen können und reden über missionarisch besonders wertvolle Flüge. Dadurch kann jeder Mitarbeiter am Erleben der anderen teilhaben. Nicht jeder ist Pilot und nicht jeder steht den ganzen Tag im Kundenkontakt an der Base. Wir warten auf die nächste Spritlieferung, aber keiner kann sagen, wann die Fässer kommen. Noch haben wir ca. 15 der 200 Liter Fässer im Lager. Das reicht für ca. 10 Flugtage oder ca. 45 Flugstunden. Die Ölindustrie hat sich entschuldigt, aber konnte keinen Liefertermin nennen, wann der Sprit für die Kolbenmotoren unserer GA8 und Cessnas 206 eintrifft. Ein immer wieder auftretendes Problem…
Fluganfragen gibt es genug, inklusive Medevacs.
So sah Mathias Woche aus: Montag – Mt. Hagen Nicht ich, sondern Martin wurde in Hagen erwartet, aber trotzdem wurde ich gebraucht. Weil es zur Zeit zu wenig GA8-Piloten in Hagen gibt, sollen wir Wewak Piloten in Hagen einspringen. Dazu gibt brauchen wir alle noch verschiedene Checks auf Landeplätzen oder für einzelne Flugrouten. Dienstag – Hochlandprogramm
Wewak-Ambunti-Okisai-Sumwari-Okisai-Telefomin-Okisai-Wewak.
Normaler Passagierverkehr mit Einheimischen. Mittwoch – Medevac und Basemeeting Heute war Richies Flugtag in den Toricelli Mountains. Am frühen Vormittag erhielten wir die Anfrage für einen Medevac eines Mannes, der Tags zuvor bereits einen Unfall hatte und sich ein Bein abgehackt hatte. Problem: Mathias hätte zwar landen können, war aber noch nicht auf der Route eingecheckt. Martin hatte die Route, aber keine Landeerlaubnis. Beide hatten flugfrei, hätten also die Verantwortung splitten können oder der Chefpilot hätte Selbst-Checks erlauben müssen. Der Platz lag im Gebiet zwischen Wewak und Mt.Hagen und ist einer derer, der eben noch auf der Trainingsliste steht. Schlussendlich wurde der Flug von einem Hagenpiloten übernommen, der jedoch noch in einem anderen Landesteil unterwegs war. Wie alles ausging – wir wissen es nicht.
Nachmittags war das Basemeeting. Donnerstag – Ein langer Tag im Hochland Donnerstagmorgen, noch vor Abfahrt vom Compound, wieder eine Medevac-Anfrage. Auwi Muki, Bibelschulleiter von Anguganak, erlitt in der Nacht einen Herzinfarkt. Martin hätte flugfrei, aber dank zzt. zwei GA8 kann Mathias sein Hochlandprogramm fliegen und Martin kann Auwi und seine Frau abholen. Leider verstirbt er nach 3 Stunden im Krankenhaus. Warum, wissen wir nicht. Nach dem Tsunami ist das Wewaker Krankenhaus nur bedingt funktionsfähig. Oder vielleicht war es einfach schon zu spät für medizinische Hilfe; ein Problem, das hierzulande nicht selten ist. Mathias´ Programm sah so aus: Fracht für die Hochschule in Tekin, Passagiere für Telefomin, Stop in Eliptamin, Goldwäscher nach Okisai und Blackwara und wieder Elipta-min, Kinder nach Duranmin, Rasenmäher nach Ambunti, leer nach Nungwaia, Missionar nach Wewak. Insgesamt 11 Landungen. Freitag – Papierarbeit vom gestrigen Flug. Außerdem die Verabschiedung unseres dritten Wewak-Piloten in den Urlaub. Martin fliegt. Samstag – Kurzes Programm Eine Familie mit einer Monatsration Essen fliegt in das eine Stunde entfernte Blackwara. Auf dem Rückweg lande ich in Anguganak und bringe Auwis Familie nach Wewak zurück, die um ihren Mann und Vater trauert.

Sanguma

Hier ein kurzes Update zur Frau mit den Brandverletzungen. Siehe Blogeintrag http://maf-pilot.de/2011/01/gute-planung/
Sie lebt noch!

Naomi, unsere Hausmeri kommt aus dem selben Dorf und hat sie die Tage im Krankenhaus besucht. Natürlich haben wir sie dann ausgefragt, ob sie Details weiß, wie es zu den Verbrennungen an den Gliedmaßen und im Gesicht kam.
Anfangs meinte sie, dass es ein typischer Buschfeuer-Unfall gewesen sei. Die Leute zünden Grasland an, um so die darin lebenden Tiere zur Flucht zu treiben, damit sie sie abschießen können. Trockenes Gras brennt schnell und so kommt es durchaus öfters mal vor, dass Menschen dabei zu Schaden kommen. Diese Geschichte hat sie mir anfangs erzählt.
Claudia hat sie eine andere Geschichte erzählt und auf mein Nachfragen hin, hat sie mirs dann auch noch mal erzählt:
Ihr Vater hätte sie angezündet, um sie umzubringen. Hintergrund: Der Vater des Vaters sei letztes Jahr verstorben und einer der Sanguma-Männer im Dorf gewesen. Nun will auch er in die Fußstapfen seines Vaters treten, und Sanguma ausüben. Damit er die entsprechende Macht bekommt, muss er sein erstgeborenes Kind opfern. Naomi erzählte auch, dass sie den Vater bereits in Wewak gesehen hat und er nach wie vor die Absicht habe, seine Tochter zu töten. Diese ist noch immer im Haus Sik (Kranknehaus Wewak), wo ihre Brandwunden behandelt werden und die Schmerzen mit entsprechenden Medikamenten so niedrig wie möglich gehalten werden.Wir haben gehört, dass die medizinische Versorgung bei Brandwunden hierzulande ganz gut sei, eben weil Verbrennungen so oft vorkommen. Sanguma steht für den Glauben an magische Schadenszauber und -flüche bzw. Geistermacht. Es ist im ganzen Land weit verbreitet. Nicht erklärbare Todesfälle oder Krankheiten, Missernten, Unfälle oder sonstiges wird oft mit Sanguma in Zusammenhang gebracht.Uns warnt man auch immer wieder davor, irgendwelche Schnitzereien mit Masken zu kaufen, weil diese oft „besprochen“ und in Zusammenhang mit Geistern und Zaubereien in den Dörfern verwendet werden. Und ehrlich gesagt, bei manchen auf dem Markt angebotenen Schnitzereien haben wir wirklich ein komisches Gefühl!
Viele Dörfer haben ein Haus Tamburan, also Kultstätten mit Masken und sonstigen Kultgegenständen und Artefakten, das nur für Männer zugänglich ist.Der Lonely Planet Reiseführer wirbt sehr stark für den Besuch eines solchen Haus Tamburan, vor allem im Sepikgebiet. Wir nehmen eher Abstand von diesen Empfehlungen.

Gute Planung

Dies zwar weniger von offizieller Seite, denn MAF Wewak hat gerade mit akuter Unterbesetzung im Office zu kämpfen, sondern gute Planung hinsichtlich des Flugprogramms.Aber eins nach dem andern… ;o) Zuerst einmal: Auch wir sind in 2011 angekommen und wünschen Euch und uns viele gute Erfahrungen im neuen Jahr mit unserm großen Gott und auch untereinander. Danke, dass Ihr auch in 2011 uns die Treue haltet. Ohne eure Unterstützung wär unser Dienst hier nicht möglich! Was gibts also zu berichten aus den ersten Tagen im neuen Jahr? Der letzte Tag im alten und der erste Tag im neuen Jahr wurde genutzt, den Fußboden im MAF Office neu zu streichen. Das bedeutet, alles auszuräumen und auch die gesamte Funktechnik abzubauen. Der 1. Anstrich. Und da die Uhren im Busch anders ticken, die MAF Agenten trotzdem zu den täglichen Radiozeiten am Funkgerät sitzen, wurde der Funk kurzzeitig noch mal aufgebaut, abgefragt und wieder abgebaut. Der 2. Anstrich. Danach durfte alles austrocknen und auslüften und bis am Montag der normale Flugalltag wieder losging, war alles wieder eingerichtet und betriebsbereit. So verbringen unsere Männer die von MAF extra angesetzte Quality Time. Aber während dem normalen Flugbetrieb sind solche Renovierungsarbeiten an der Base einfach nicht machbar. Auch sonst hat Mathias diese Woche mehr Zeit an der Base als in der Luft verbracht, um sich durch die Papierarbeit, Buchungsanfragen und Programmplanung zu arbeiten. Ansonsten ist nur Billi an der Base, ein neuer Mitarbeiter. Ludmer, der sonst für das Flugprogramm zuständig ist, ist noch bis Mitte Februar in seinem wohlverdienten Urlaub im Busch, John kommt er nächste Woche, um Billi einzuarbeiten und Joel ist auch in seinem Dorf und kämpft mit den Widrigkeiten des Alltags dort: Der Bruder seiner Frau wurde ermordet, Kompensation gefordert (2 Schweine, 20 000 Kina und ein Baby-Mädchen ­- letzteres mutet etwas seltsam an…) und rief irgendwann an, dass nun sein Haus brennt. Noch wissen wir nichts weiteres. Martin hat derweil die meisten Flugtage übernommen, außerdem hat die Hagen-Twin Otter einen Teil des Wewak-Programms übernommen. Wo eine Twin Otter ein oder zweimal fliegt, ist ein Airvan den ganzen Tag beschäftigt. 2 Tonnen Baumaterial mussten von A nach B transportiert werden. Flugzeit 10 Minuten. Flugprogramme bei MAF sind sehr flexibel. Gebuchte Passagiere kommen nicht, Leute im Busch bestätigen ihre Flüge nicht und so kann es sein, dass ein voll geplanter Flugtag über Nacht ziemlich zusammenschmelzen kann – oder umgekehrt. Für Mittwoch entwickelte sich alles zu einem kurzen Flugtag nach Tekin für Martin. Gegeb 11 Uhr war er bereits wieder auf dem Boden in Wewak. Perfekt! Denn gleichzeitig kam die ANfrage für einen Medevac aus Timboli, 20 Flugminuten entfernt. Eine Frau mit schweren Verbrennungen am gesamten Körper. Der Krankenwagen wurde bestellt, aber kam leider nicht. So musste die Frau, die im Flugzeug liegend transportiert wurde über den Gepäcktrolly in den MAF Bus gehievt werden, um schnellstmöglich ins Krankenhaus gefahren zu werden. Ca. 5 Minuten Fahrzeit vom Flugplatz.

Zwillings Update

Ich, Mandy, war diese Woche noch einmal im Krankenhaus. Der Sicherheitsdienst hat mich nur ungern eingelassen. Kurz vorher ist ein Mann seinen Verletzungen von einer Straßenschlacht erlegen und nun befürchtete man Unruhen. Die Siedlung vorm Krankenhausgelände war menschenleer. Man hatte Angst, dass sie abgebrannt würde. Eine der Parteien kam von da… Jaja, so läuft das in PNG und die Polizei ist zuweilen ziemlich machtlos. War irgendwie eine gespenstisch unheimliche Stimmung… Zurück zu den Zwillingen: Beide sind wohlauf, ebenso die Mutter. Gestern rief uns der Vater an. Laut Arzt können sie wohl entlassen werden. Er fragte nach einem Flug zurück nach Anguganak. Mal schaun, ob´s diese Woche programmtechnisch noch klappt. Das Gute wiederum hier an den Krankenhäusern: auswärtige Leute können auch etwas länger bleiben selbst wenn es medizinisch nimmer notwendig ist. Ich hatte noch ein paar Sachen zum Verteilen für die anderen Mütter dabei (Leider nicht genug…). Traurig war, dass ein Baby wohl kurz vorher auch gestorben ist. Das hat mich zeimlich betroffen gemacht, zumal ich dann auch an eine gute Freundin hab denken müssen, der es ähnlich ging. Ich weiß nicht, ob ich es noch mal schaffe, die Familie im Krankenhaus zu besuchen. Unser Compoundbus ist defekt und muss erstmal in die Werkstatt. Ist was größeres und dauert wohl ne Weile.

Zwillinge!

Nachdem ich, Mandy, gestern Morgen auf dem Markt war und mittags noch im Second Hand Laden, bin ich am Nachmittag mit einer großen Tüte Lebensmittel und Wickeltüchern ins Krankenhaus von Wewak gefahren. Das erste Mal…

Ich wollte einfach nach der Familie schauen, die Mathias am Samstag aus Anguganak eingeflogen hatte. Sarah, die Frau eines Basemitarbeiters, entschied sich spontan, mitzukommen – nachdem sie mir zuvor ausführlich erklärt hatte, wo ich parken kann und wie ich die Neugeborenenabteilung finden kann. Ich war ganz froh um ihre Begleitung, denn als wir dann dort waren, hätte ich garantiert einen anderen Weg eingeschlagen, so wie ich ihre Beschreibung vorher verstanden hatte… Als wir kamen, kam uns auch gerade der Vater und die ältere Tochter entgegen. Sie hatten gerade das Essen für die Familie zubereitet. Tanim Saksak und Kumugemüse. Als sie uns erkannten, freuten sie sich und ebenso die Mutter. Sie und die Zwillingen waren wohlauf! Praise the Lord!
Im Zimmer, oder besser gesagt im „Saal“ stand ein Bett am anderen, 10 in auf der einen Seite vom Schwesterntisch, weitere 8 auf der anderen Seite. Und dann ums Eck nochmal 8. Von wegen Privatsphäre! Einige Mütter hatten erst an diesem Morgen entbunden. In der Regel hatte jede irgendein Familienmitglied oder Wantok bei sich. In den Krankenhäusern ist nur die medizinische Versorgung gewährleistet. Verpflegung und Hygiene sind Privatsache. Oft schlafen die Angehörigen dann unterm Bett des Patienten, v.a. wenn es keine ortsansässigen Leute sind. Da wird man schon beschämt, wenn man an die deutschen Krankenversorgung denkt. Beschweren wir uns da nicht oft auf einem viel zu hohen Niveau?
Zurück zu den Zwillingen. Es sind zwei Mädchen. Eines ca. 2 kg, das andere etwas weniger. Namen hatten sie noch keine. Das ist nicht ungewöhnlich für Papua Neuguinea. Manchmal warten die Leute ein Jahr, bis sie ihrem Kind einen Namen geben – als Angst, dass es vorher stirbt. Die Kindersterblichkeitsrate beträgt hier 45,9 auf 1000 Lebendgeburten (in Deutschland 3,99/1000). Ich schaute noch an den Betten der anderen Mütter und Babys vorbei. Alle Kinder relativ winzig im Vergleich zu unseren deutschen „Wonneproppen“. In der Zwischenzeit entschieden sich die Eltern, ihre Mädchen nach uns zu benennen. Also darf ich vorstellen: links das ist Sarah und rechts das ist Mandy. Welch eine Ehre! Leider ist unser Compoundbus auf dem Rückweg vollends kaputtgegangen. Jetzt hoffe ich, ich, dass ich mein Versprechen, wiederzukommen, irgendwie halten kann. Außerdem hoffen wir, dass die Familie noch bis Freitag im Krankenhaus bleiben kann, wenngleich es ihnen bereits jetzt schon recht gut geht. Am Freitag hat Mathias einen großen Baumaterial Charter, aber erst beginnend in Anguganak. Also das Flugzeug leer und bereits bezahlt, sodass die Familie einfach mitkönnte…

Ein langer Flugtag

Da das Wetter am vergangenen Freitag nicht fliegbar war, wurde das komplette Programm auf Samstag verschoben.

In Wewak wurde das Flugzeug beladen mit Frachtgütern für Missionare in Amanab: Lebensmittel, ein Spaten, Buschmesser und noch manches andere. Von da aus ging es leer nach Edwaki. Dort warteten einige Passagiere für Vanimo. Aus normalerweise 25 Minuten wurde eine Stunde Bodenzeit in Vanimo. Zwei einheimische Passagiere hatten Fracht für Edwaki, 300 kg. Da alles in kleinen Portionen verpackt war, dauerte das Beladen so lange. Von Edwaki ging es mit einem Passagier nach Magleri, wo ein Gesundheitshelfer zustieg. Beide mussten nach Anguganak. In Anguganak kam dann die Anfrage für einen Medevac nach Wewak. Mathias würde später noch einmal hier landen… Noch gab es anderes Programm abzuarbeiten: Vier Passagiere aus Sibilange wollten zurück nach Lumi. Jim und Jean Thomas vom Tenkile-Projekt hatten einige Zeit in Sibilanga verbracht, um mit der Dorfbevölkerung zu arbeiten. Der Abflug war spannend. Zum einen kann Mathias nun nach seinem 250 Stunden Checkflug mehr Last aus vielen Plätzen ausfliegen. Die Start- und Landebeschränkungen wurden nach unten korrigiert oder fallen ganz weg. Da er zzt. einen Airvan ohne Turbolader hat, war es noch mal mehr interessant. Die Landebahn in Sibilanga ist eine der anspruchsvollsten in seinem Einsatzgebiet hier im Sepik: 7 % Steigung und nur gut 430 m lang. Kurz vorm Ende der Landebahn hob er ab und ließ die Baumwipfel unter dem Flugzeug vorbeigleiten. Alles im normalen Bereich!
Unser himmlischer Vater ist der Herr über alle Naturgewalten. Musste es deshalb Tags zuvor regnen, damit Mathias am späten Nachmittag noch in der Gegend war, um einen Medevak aus Anguganak nach Wewak zu fliegen?!…
In Anguganak gibt es zwar ein kleines Krankenhaus, aber dort war man überfordert. Die Nachgeburt kam nicht und nach der Zwillingsgeburt war die Mutter sehr geschwächt. Sogar die Ambulanz kam pünktlich zum Flugplatz, um den Weitertransport ins Kankenhaus zu übernehmen. Trotzdem: auf der Krankenbahre war noch ein blutverschmiertes Laken. Ersatz war natürlich keiner vorhanden, ebensowenig Einmalhandschuhe. Wie gut, dass MAF da einen Vorrat hat… Und anstatt sich zu beeilen, fing der Krankenwagenfahrer an, die Familie nach ihren Daten zu fragen, um alles auf irgendeinem Fresszettel zu notieren. John, einer der Basemitarbeiter, hat sich etwas aufgeregt: Die Frau muss ins Krankenhaus mit den neugeborenen Zwillingen. Dort wird ja wohl genug Zeit sein, alles Formelle zu klären. Jetzt gilt es das Leben der Drei zu schützen und zu retten! Rita, die Schwester der Neugeborenen und Joel, ein Basemitarbeiter, tragen die beiden Zwillinge zum Ambulance-Fahrzeug. Wie winzig die Kleinen! Und wie schwach.Während die Familie ins Krankenhaus fährt, sitzt Mathias noch im Büro: Papierarbeit. Die Frachtpapiere und Tickets müssen noch vervollständigt werden. Bei so vielen Sektoren kommt einiges zusammen. Das Geld muss gezählt werden und ordnungsgemäß verbucht werden. Dafür ist in letzter Instanz John zuständig. Gegen 18.30 ist Feierabend. Ein Arbeitstag von 11,5 Stunden. Mandy war auch am Flugplatz. Bereits gegen 17 Uhr. Aber da wussten weder John noch Mandy, dass Mathias noch für den Medevac nach Anguganak flog. Außerdem sollte Mandys Schwester 17.45 landen. Mathias wunderte sich schon, dass er die Fokker 100 von Air Niugini nicht im Funk gehört hatte. Und dies konnte er auch nicht: der Flug war gestrichen worden. Also nix mit Ausschlafen am andern Morgen: neue Landezeit: 6 Uhr morgens…

Urlaub auf dem MAF Compound

… und das kommt immer wieder vor. Da wir hier zzt. zwei leerstehende Pilotenhäuser haben, nutzen einige MAF-ler aus dem Hochland oder auch andere PNG-Missionare die Gelegenheit, hier in Wewak ein paar Urlaubstage zu verbringen.

Dr. Addy, eine Inderin, und Dr. Sharon, ein „Kiwi“, kamen vor kurzem für ein medizinisches Symposium und ein paar Urlaubstage nach Wewak. Sie arbeiten im Krankenhaus in Rumginae. Dort im südlichen Flachland hat MAF auch eine Außenstation mit zwei Piloten, die mit ihrem Flugzeug der Krankenwagen und versorgen ein Gebiet so groß wie Süddeutschland. Für uns ist es immer wieder interessant, andere Missionare, ihre Geschichte, ihre Vision und ihren Dienst in PNG kennenzuler-nen.Vor allem wird daran auch deutlich, wie wichtig und notwendig der Flugdienst von MAF ist, gerade in Bezug auf die medizinische Versorgung in Notfallsituationen, wie Geburtskomplikationen, Schlangenbisse, Verletzungen mit Buschmessern etc.
Wer mehr wissen will über das Krankenhaus in Rumginea, sei auf einen Blogeintrag des dort stationierten MAF Piloten verwiesen:
Haus Sik Rumginea

Mathias´ Vertretungspilot (wir hatten noch Urlaub) erzählte, wie hart es für ihn am vergangenen Dienstag war, als er die beiden Doktorinnen nach Telefomin flog, wo sie noch ein paar Tage in der kühleren Hochlandluft genießen wollen. Mit den beiden Ärtztinnen an Bord flog er über ein vom Unwetter zerstörtes Dorf, ohne helfen zu können. Er wusste, dass das Dorf einen Medevac angefordert hatte. Eine Frau hatte zum Beispiel mehrere Knochenbrüche. Er hatte für den Platz keine Landeerlaubnis… Die MAF Twin Otter kam erst zwei Tage später.

Wie gesagt, zzt. sind drei junge Männer hier zu Gast und kommenden Montag kommt eine Familie, die seit 20 Jahren im Dienst für MAF steht und noch einmal zu den Anfängen ihrer Zeit in PNG reisen will, bevor sie Mitte des nächsten Jahres zurück nach Neuseeland reisen. Damals war Colin Mechaniker und Wewak das Hauptquartier von MAF PNG. Heute sind sind in Mt. Hagen im Hochland stationiert und er arbeitet dort als Qualitätsmanager.

Und dieser „Gästebetrieb“ ist es, der v.a. Mandys Alltag mitbestimmt. Sie muss die Anfragen mit Mt. Hagen koordinieren, die Häuser und schlussendlich den gesamten Compound sauber halten. Aber glücklicherweise hilft da die Hausmeri kräftig mit bzw. tut die eigentliche Arbeit in den Häusern und auf dem Grundstück. Aber auch das will organisiert sein und diktiert dann auch stückweit den Tagesablauf:
Naomi kommt um 8 Uhr und mit einer kleinen Andacht auf Tok Pisin starten sie in den Tag, noch ein wenig Small Talk und dann gehts an die Arbeit. 10 Uhr ist Frühstückspause, Mandy kocht Kaffee und richtet einen kleinen Imbis. Nach einer Stunde Mittagspause wird um 13 Uhr der nächste Arbeitsauftrag erteilt. 15 Uhr ist noch mal eine kleine Pause, um 17 Uhr Feierabend. Dann bekommt Naomi 2 Kina für den Bus. Zahltag ist immer aller 14 Tage am Freitag. Das ist landesweit so üblich hier in PNG.

Medevac


Ich bin zur Zeit sehr beschränkt, was die Routen und Landeplätze angeht, die ich fliegen bzw. anfliegen darf. So kommt es, dass ich derzeit „nur“ ein bis zwei Tage pro Woche fliege. Am Freitag war wieder „mein“ Flugtag. Unter anderem musste junger Bub mit einer Entzündung im Unterleib dringend ins Krankenhaus. Der Junge konnte nicht mehr sitzen, so habe ich ihn auf eine Matte ins Flugzeug gelegt und mit einem Gurt gesichert. Sein Vater hat ihn begleitet.