MAF Pilot

Mathias & Mandy Glass


Ein Flugschreiber, auch Black Box genannt, ist ein von Flugzeugen mitgeführtes Aufzeichnungsgerät, das relevante Flug- und Flugzeugparameter während eines Fluges mit einer Zeitachse speichert. So soll auch dieser Blog dazu dienen, wichtige Ereignisse und Parameter aus unserem Alltag und unserer Arbeit mit dem Missionsflugdienst MAF aufzuzeichnen. Seid eingeladen, damit an unserem Leben ein kleines Stück teilzunehmen.
Lukim yu, Mandy & Mathias












Als Pilot in der Mission

Ich, Mathias, schaute bereits als Kind jedem Flugzeug am Himmel nach. Nach meinem Maschinenbaustudium arbeitete ich als Ingenieur bei Airbus und absolvierte parallel meine Privat- und Berufspilotenausbildung in den USA.
2007, kurz vor meiner Erstausreise, lernte ich Mandy kennen. Sie arbeitete als Sonderschullehrerin bei der Deutschen Fernschule, während ich als Missionspilot für MAF in Papua Neuguinea im Einsatz war und als First Officer die Twin Otter flog. Nach unserer Hochzeit reisten wir 2009 gemeinsam nach Papua Neuguinea.
Vom an der Pazifikküste gelegenen Wewak aus flog ich mit dem Airvan GA8 ins Sepik-Gebiet und Hochland, um viele abgelegene Dorfgemeinschaften unter anderem mit Medikamenten und Baumaterial zu versorgen.
Mandy engagierte sich in der örtlichen Frauen- und Gefängnisarbeit oder unterstützte Missionarsfamilien, die ihre Kinder zu Hause unterrichten. Seit 2014 arbeitet Mandy als Assistentin im Bereich Öffentlichkeitsarbeit für MAF Papua Neuguinea. Manche ihrer Beiträge findet ihr auf der Webseite von MAF PNG.
Seit August 2015 sind wir im Hochland stationiert. Von Mt Hagen aus werde ich Piloten auf dem Airvan GA8 für den Dienst bei MAF in Papua Neuguinea trainieren sowie als Kapitän auf der Twin Otter fliegen.
Meine Begeisterung für Flugzeuge und meine Kompetenzen als Pilot sowie Mandys Offenheit für andere Menschen und Kulturen sehen wir als Gaben, mit denen wir den Menschen in Papua Neuguinea dienen möchten.

MAF in Papua Neuguinea

Das Flugzeug ist für Papua Neuguinea unentbehrlich – sei es im zerklüfteten Hochland oder im sumpfigen Flachland. Die Infrastruktur des Landes ist nur mangelhaft entwickelt. Weite Teile des Landes sind nur mit dem Flugzeug erreichbar. Die Flugzeuge von MAF fliegen Grundnahrungsmittel, Medikamente, Bildungs- und Baumaterial, ebenso Buschbewohner, die dringende medizinische Versorgung benötigen, außerdem Mitarbeiter christlicher Organisationen und anderer humanitärer Hilfsorganisationen zu subventionierten Preisen.
So ist jeder Flugtag neu spannend und der Alltag sehr abwechslungsreich; gepaart mit dem teilweise alpinen Terrain und ständig wechselndem Wetter auch flugtechnisch sehr herausfordernd.

Viel Freude beim Stöbern auf unserer Internetseite,
Mathias & Mandy

PS: Etwa alle drei Monate schreiben wir einen vierseitigen Rundbrief mit aktuellen Erlebnissen aus unserem Missionsalltag.


Mathias

Steckbriefe

Mandy

1972 Jahrgang 1974
im Badischen Aufgewachsen im Erzgebirge
1979–1983: Grundschule Waldbronn
1983–1989: Realschule Karlsbad
1989–1992: Technisches Gymnasium Ettlingen
Schule 1981–1991: Polytechnische Oberschule Lengefeld
1991–1993: Gymnasium Marienberg
1993–1995: Informatik an der Technischen Universität Karlsruhe
1995–2001: Maschinenbau an der Technischen Universität Karlsruhe
Studium 1995–2000: Sonderpädagogik auf Lehramt und Diplom an den Pädagogischen Hochschulen Ludwigsburg und Reutlingen
2000–2001: Referendariat an der Rossbergschule in Horb a.N. und an der Körperbehindertenschule in Sindelfingen
2001–2006: Berechnungsingenieur bei Airbus Deutschland in Bremen
seit 2007: Missionspilot mit MAF in Papua Neuguinea
Beruf 2002–2006: Sonderschullehrerin an der Körperbehindertenschule in Dornstetten, nebenbei Betreuungslehrkraft der Deutschen Fernschule für deutsche Schulkinder im Ausland
2006-2011: pädagogische Mitarbeiterin an der Deutschen Fernschule e.V. in Wetzlar, ab 2009 von PNG aus
1992–1993: Zivildienst im Christlichen Ferien- und Bildungswerk e.V. Gut Holmecke, Hemer
2000: Ausbildung zum Privatpiloten PPL in Crestview/USA
2004: Ausbildung zum Berufspiloten CPL/IFR in Dothan/USA
seit 2012: Fernstudium am BibelStudienKolleg
Extras 1993–1995: Freiwilliges Soziales Jahr in den Mariaberger Heimen e.V., Gammertingen 2001/02: Lernhelferin in Nakuru/Kenia
2011/12: Onlinestudium Grafikdesign an der OfG, Onlineschule für Gestaltung

Steckbriefe

Mathias

Jahrgang:

1972

Aufgewachsen:

im Badischen

Schule:

1979–1983: Grundschule Waldbronn
1983–1989: Realschule Karlsbad
1989–1992: Technisches Gymnasium Ettlingen

Studium:

1993–1995: Informatik an der Technischen Universität Karlsruhe
1995–2001: Maschinenbau an der Technischen Universität Karlsruhe

Beruf:

2001–2006: Berechnungsingenieur bei Airbus Deutschland in Bremen
seit 2007: Missionspilot mit MAF in Papua Neuguinea

Extras:

1992–1993: Zivildienst im Christlichen Ferien- und Bildungswerk e.V. Gut Holmecke, Hemer
2000: Ausbildung zum Privatpiloten PPL in Crestview/USA
2004: Ausbildung zum Berufspiloten CPL/IFR in Dothan/USA
seit 2012: Fernstudium am BibelStudienKolleg

 

Mandy


Jahrgang:

1974

Aufgewachsen:

im Erzgebirge

Schule:

1981–1991: Polytechnische Oberschule Lengefeld
1991–1993: Gymnasium Marienberg

Studium:

1995–2000: Sonderpädagogik auf Lehramt und Diplom an den Pädagogischen Hochschulen Ludwigsburg und Reutlingen
2000–2001: Referendariat an der Rossbergschule in Horb a.N. und an der Körperbehindertenschule in Sindelfingen

Beruf:

2002–2006: Sonderschullehrerin an der Körperbehindertenschule in Dornstetten, nebenbei Betreuungslehrkraft der Deutschen Fernschule für deutsche Schulkinder im Ausland
2006-2011: pädagogische Mitarbeiterin an der Deutschen Fernschule e.V. in Wetzlar, ab 2009 von PNG aus

Extras:

1993–1995: Freiwilliges Soziales Jahr in den Mariaberger Heimen e.V., Gammertingen 2001/02: Lernhelferin in Nakuru/Kenia
2011/12: Onlinestudium Grafikdesign an der OfG, Onlineschule für Gestaltung

MAF – Mission Aviation Fellowship

Die Vision

Die Vision und Mission von MAF weltweit ist es, bedürftigen Menschen in isolierten und abgelegenen Gebieten mit Kleinflugzeugen Hilfe und Hoffnung zu bringen. MAF nutzt Kleinflugzeuge, wie bspw. Cessna 206, Cessna 208, Airvan GA8, Kodiak und Twin Otter, die in topografisch schwer zugänglichen oder in durch Straßen unzureichend oder gar nicht erschlossenen, oder von Naturkatastrophen zerstörten Gebieten, auf kurzen Pisten landen können. MAF ist bestrebt, diesen isoliert lebenden Menschen sowie Hilfs- und Entwicklungsorganisationen durch Lufttransporte zu helfen, ihnen einen verlässlichen und effektiven Service zur Verfügung zu stellen nach höchsten Sicherheitsstandards und aufgrund vieljähriger Erfahrungen. Diese Flugoperationen werden möglich durch Spenden und erlauben es den einzelnen Programmen Flugpreise zu subventionieren.

Länderbüros (Auswahl)


Wie wird man Missionspilot?

Oft werde ich genau das gefragt.
Die kurze Antwort lautet: Man bewirbt sich als Pilot bei einer Missionsfluggesellschaft, wie z.B. Mission Aviation Fellowship (MAF). Außer MAF gibt es jedoch noch andere Missionsfluggesellschaften, die dringend Piloten benötigen.
Wer sich bei MAF bewerben möchte, muss diese wesentlichen Voraussetzungen von MAF erfüllen, welche da wären:

  • Berufspilotenlizenz (CPL)
  • Instrumentenflugberechtigung (IFR)
  • mindestens 500 Flugstunden PIC Gesamtflugerfahrung

Wie kann man diese Voraussetzungen erfüllen?

Die Erfahrung zeigt, dass es durchschnittlich 5 Jahre dauert, bis man diese Voraussetzungen erfüllt hat. Es fallen ca. 50.000€ bis 70.000€ Kosten an, die man meistens selber tragen muss.

Es gibt verschiedene Wege, sich für die Bewerbung bei MAF vorzubereiten. Genau genommen hat fast jeder Missionspilot seinen eigenen Weg. Darum möchte ich hier nur meinen Weg beschreiben:

Als Maschinenbaustudent an der Universität Karlsruhe kam ich mit 27 Jahren zur Akademischen Fliegergruppe (Akaflieg). Die Akaflieg besteht aus Studenten der unterschiedlichsten Fachrichtungen, die gemeinsam Segelflugzeuge konstruieren, bauen und fliegen.
In den zwei Jahren meiner Mitgliedschaft bei der Akaflieg saß ich zwölf Stunden im Segelflugzeug, um meine ersten Lufterfahrungen zu sammeln.

Nach meinem ersten Alleinflug im Segelflugzeug ging ich im Frühjahr 2000 fünf Wochen nach Florida/USA, um die Privatpilotenlizenz für den Motorflug zu machen.

Mit frischer amerikanischer PPL kam ich wieder in Deutschland an und beantragte die deutsche Privatpilotenlizenz beim Luftfahrtbundesamt (LBA). Da ich für die deutsche Lizenz noch einige Voraussetzungen erfüllen musste, dauerte es ca. ein Jahr, bis ich die deutsche Lizenz in den Händen hielt.

Damit hieß es dann Flugstunden sammeln.
Nach meinem Studium verdiente ich als Maschinenbauingenieur genug Geld, um jedes Jahr meine Wochenenden und meinen Urlaub für das Flugstundensammeln zu verwenden.

2004 ging ich wieder in die USA, um die Instrumentenflugberechtigung und die Berufspilotenlizenz zu erwerben. Danach sammelte ich bis Oktober 2005 die restlichen fehlenden Flugstunden und hatte die Voraussetzungen für MAF erfüllt.

Bei meiner Bewerbung bei MAF Deutschland folgte die Frage, wo ich denn meinen ersten Einsatz als Pilot fliegen wollte. Und wenig später begann der Bewerbungsprozess für MAF Australien, um in Papua Neuguinea zu fliegen.