Land und Leute

Ein einziger Flugtag

In Deutschland genießt ihr heute alle den Pfingstmontag als Feiertag. Hier in PNG ist es ein normaler Arbeitstag. Hätten wir nicht das Herrnhuter Losungsbuch oder würden uns manche nicht per WhatsApp schöne Pfingsten wünschen, hätten wir gar nicht gemerkt, dass Pfingsten ist…

So war Mathias heute in der Luft, hat erst ein MAF Team nach Goroka geflogen, weil ein Airvan inspiziert werden musste, da das falsche Flugbenzin getankt wurde. Das bekommt dem Motor nun mal gar nicht gut. Anschließend ist er noch eine Runde ins Erdbebengebiet geflogen. Mandy war im Büro und hat eine neue MAF Geschichte veröffentlicht. Und sie dann noch für euch ins Deutsche übersetzt: Mathias langer Flugtag von letzter Woche Montag. Da konnte Mathias 14 Landungen und 270 Flugminuten in sein Logbuch eintragen und hat dabei einiges erledigt:
– Hilfsgüter ins Erdbebengebiet geflogen
– Passagiere transportiert, die aus ganz unterschiedlichen Gründen einen MAF Flug brauchten
– seine Pilotenkompetenz erweitert.
Viel Spaß beim Mitfliegen bzw. Lesen der Details!

 

Solarlampen und Zeltplanen, Bibeln, Gitarren und Tamburine, Fußbälle und Volleybälle, Scharniere, Vorhängeschlösser, Sägen und Schraubenschlüssel sind alles nützliche Gegenstände, um nach der Zerstörung, die durch die massiven Erdbeben verursacht wurde, den Wiederaufbau von Kirchengebäuden und persönlicher Gemeinschaft zu unterstützen. Die deutsche Liebenzeller Mission hat eine lange und starke Verbindung zur Evangelischen Kirche in der von dem Erdbeben betroffenen Region und fühlte sich daher gerufen, in dieser Zeit der Not ganz praktisch zu helfen. Geldspenden deutscher Liebenzeller Gemeinschaften wurden an  die Missionare Gerhard und Brigitte Stamm weitergegeben. Brigitte verbrachte einen halben Tag in Mt Hagen um diese Vielfalt an nützlichen Utensilien in verschiedensten Geschäften zu erwerben. Genug, um die Kirchengemeinden von drei Dörfern zu segnen und zu ermutigen. Die Kirchen in Dodomona und Walagu erhielten ihren Anteil am 14. Mai.

 

Brigitte bringt ihre Einkäufe zu MAF. Der Security Guard ist froh über die Aktivität und hilft bereitwillig mit, alles zu sortieren und für je 3 Dörfer zu packen.

 

An Bord der MAF Caravan befanden sich an diesem Morgen außerdem zwei schwere Kisten aus der SIL Druckerei, die das Johannesevangelium in der Edolo-Sprache enthielten, sowie 10 große Schachteln mit medizinischen Artikeln, um den Vorrat des Gesundheitspostens in Dodomona aufzustocken.

Zu guter Letzt stiegen drei Männer in das Flugzeug, um nach Walagu zu fliegen. Alle drei waren Patienten, die aus dem Mt. Hagen Krankenhaus entlassen wurden.

Wirklich sinnvolle Fracht, um eine neue Flugwoche zu beginnen, um Menschen, die an abgelegenen und schwer erreichbaren Orten leben, Hilfe, Hoffnung und Heilung zu bringen!

 

Auf dem vorderen Trolley sind die Medizinpakete, auf dem hinteren die Spenden der Liebenzeller Mission.

Beladen der Cessna Caravan P2-MAF auf dem Vorfeld in Mt Hagen

 

Mathias saß am Steuer der Caravan, P2-MAF. Luke Newell saß auf dem rechten Sitz. Luke ist einer unserer erfahrenen Caravan-Trainingspiloten, der diesen Flugzeugtyp seit ungefähr drei Jahren fliegt, nachdem er seine MAF PNG Pilotenlaufbahn vor fünf Jahren mit dem GA8 Airvan begonnen hat. Mathias, der in seinen 11 Jahren bei MAF PNG viel Flugerfahrung mit der Twin Otter und dem Airvan gesammelt hat, hat Anfang diesen Jahres mit dem Caravantraining begonnen. Momentan wird er in anspruchsvollere Landepisten eingecheckt, Landepisten, die kurz und/oder steil sind.

8:29 Uhr, die Vorflugkontrolle der Caravan P2-MAF war erledigt, das Flugzeug beladen und betankt, die Passagiere angeschnallt und die Sicherheitsbelehrung gegeben, der Motor hochgefahren und die Caravan war startbereit.

Der Rest des Tages entwickelte sich mal wieder anders als geplant. Zusätzliche Landungen waren wegen Sicherheitstoleranzen und einem unerwarteten Medevac erforderlich.

 


9:19 Landung in Muluma

Die erste Landung sollte in Walagu sein. In der Platzrunde sahen die Piloten jedoch, dass die Landebahn für eine sichere Landung mit einem voll beladenen Caravan zu nass war. So flogen sie weiter nach Muluma, einem nur 5 Flugminuten entfernt gelegenen Landeplatz. Dort mussten die drei Passagiere für Walagu aussteigen, ebenso wurden die Spenden für die Kirchengemeinde ausgeladen. Später am Morgen sollten Passagiere und Fracht wieder abgeholt werden.

9:40 Start in Muluma

Die Spenden für die Gemeinde in Walagu werden in Muluma zwischengelagert. Passen die Leute auch gut darauf auf?

 


9:50 Landung in Dodomona

Die Landung in Dodomona war die erste so genannte „Advanced Airstrip Training Landing“ und gleichzeitig ein Check-out für Mathias an diesem Tag. Souverän landete er die Caravan mit maximaler Last auf der 481m kurzen und flachen Piste, mit nur 1% Steigung.

Die Medikamente, Kirchenspenden und SIL-Kisten wurden entladen. Drei Mitarbeiter von Care International, die in Dodomona Erdbebenhilfe geleistet hatten, bestiegen das Flugzeug, um nach Mt Hagen zurückzukehren.

10:23 Start in Dodomona

Im Vordergrund der Pastor der ECPNG Gemeinde Dodomona mit den Spenden der Liebenzeller Mission. Das blaue Zeltdach im Hintergrund ist das provisorische Kirchengebäude der Gemeinde. Die Medizinpakete wurden separat aufgeschlichtet – alles unter den wachsamen Augen vieler Zuschauer.

 


10:47 Landung in Tari

Das Personal von Care International musste für einen späteren Weiterflug hier in Tari warten.

Das Flugzeug wurde betankt für einen außerplanmäßigen Flug in Richtung Norden von Tari. Die MAF Station in Tari hatte einen Funkspruch für einen Medevac erhalten. In Waiki kämpfte eine Frau mit Geburtsschwierigkeiten und wollte Hilfe im Gesundheitszentrum Wanakipa bekommen. Leerflüge werden vermieden und so wurde das Flugzeug mit Vorräten für einen lokalen Ladenbesitzer in Waiki gefüllt.

11:20 Start in Tari

 


11:49 Landung in Waiki

Dies war eine weitere Trainingslandung für Mathias. Die Herausforderung bei Waiki ist, dass die 451 Meter lange Landebahn eine raue und unebene Oberfläche und eine Steigung von 9% aufweist. Die Landebahn ist relativ neu, nur 3 Jahre alt, und der Boden muss sich noch vollends setzen.

Jung und Alt halfen mit, das Flugzeug schnell zu entladen.

Während Mathias den Papierkram mit dem örtlichen MAF-Agenten aussortierte, wurde er von lauten Ruflauten hinter seinem Rücken abgelenkt. Eine ältere Frau tanzte um das Flugzeug, juchzte und wedelte dabei mit einem Büschel Grünzeug. Der MAF Agent erklärte, dass dies nur ein Ausdruck der Freude sei, ein Flugzeug wieder in ihrem Dorf zu sehen. Es muss wohl schon eine Weile her sein, seitdem ein MAF Flugzeug in Waiki gelandet ist.

Nachdem die Formalitäten abgeschlossen waren, stiegen die schwangere Frau, begleitet von einer weiteren jungen Mutter und ihrem Baby, für den kurzen Flug nach Wanakipa ein.

12:07 Start in Waiki

 

 

Waiki: Kinder helfen beim Entladen, Mathias und der MAF Agent, die tanzende Frau

 


12:15 Landung in Wanakipa

Die Frauen stiegen aus dem Flugzeug aus.

Ein Student kam an Bord, um nach Mt Hagen zu fliegen. Mathias hatte ihn am Freitag davor zurücklassen müssen, weil nicht genug Platz für ihn war.

12:27 Start in Wanakipa

 


12:52 Landung in Tari

Der Student musste sich den anderen drei Passagieren anschließen, die in Tari auf den Rückflug nach Mt Hagen warteten.

Denn bevor es zurück nach Mt Hagen geht, musste südlich von Tari noch Arbeit geleistet werden. Die drei zurückkehrenden Patienten und die Spenden für Walagu warteten immer noch in Muluma …

Wiederum pumpte das Bodenpersonal Kraftstoff in die Tanks, die sich in den Flügeln des Flugzeugs befinden.

Tari befindet sich am Highlands Highway und dient daher auch als Basis für die Verteilung von Hilfsgütern in die vom Erdbeben betroffenen Gebiete. So wurde nun das Flugzeug mit Hilfsgütern für Huya, Dodomona und Walagu gefüllt, ungefähr 300kg für jeden Bestimmungsort, unter anderem 20kg Säcke Reis, Kleidung, Werkzeug wie Hämmer, Spaten und Nägel.

13:31 Start in Tari

 


13:50 Uhr in Huya

Huya gehört auch zu den kurzen und flachen Landeplätzen und qualifiziert sich deshalb als weiterer Trainingslandeplatz für Mathias.

Wegen den Gewichtsbeschränkungen bei der Landung in Dodomona wurde nicht nur die Fracht für die Gemeinde in Huya entladen, sondern auch die für Walagu.

14:08 Start in Huya

 


14:17 Landung in Dodomona

Die Hilfsgüter wurden schnell entladen und das Flugzeug war in weniger als 10 Minuten wieder in der Luft, um zurück nach Huya zu fliegen.

14:25 Start in Dodomona

 


14:31 Landung in Huya

Mit Hilfe einiger Einheimischer wurde die 300 kg schwere Fracht für Walagu schnell wieder in die Caravan geladen, das meiste davon in die Frachträume unter dem Flugzeugbauch.

14:46 Start in Huya

 


14:55 Landung in Muluma

Nachdem sie seit dem Morgen mehr als fünf Stunden in Muluma gewartet hatten, waren die drei Männer sehr erleichtert, das Motorengeräusch der Caravan in der Platzrunde zu hören. Nachdem die Spenden der Liebenzeller Mission verstaut wurden, die drei Männer angeschnallt waren ging es nun endlich nach Walagu.

15:09 Start in Muluma

Luke und Mathias und die drei heimkehrenden Passagiere

 


15:17 Landung in Walagu

Das war Mathias letzter Flugplatz-Check für den Tag. Der Anflug auf Walagu muss sehr präzise sein und das Flugzeug auf der Mittellinie gehalten werden, da diese Landebahn extrem rutschig sein kann sobald man von der Mittellinie abkommt. Alles ging gut. Dies bedeutet, dass Mathias nun selbständig nach Walagu, Huya, Dodomona und Waiki fliegen kann. Damit erhöht sich die Anzahl der Landepisten, für die unsere MAF-Flugplaner ihn in Zukunft einsetzen können.

Die drei zurückkehrenden Patienten stiegen aus dem Flugzeug aus und waren froh, gesund und sicher nach Hause gekommen zu sein.

Es gab wieder viele freiwillige Helfer, um die Hilfsgüter von Tari und die Spenden auszuladen.

Zwei weitere Care International Mitarbeiter und noch ein Passagier warteten bereits seit dem Morgen, um das Dorf zu verlassen und konnten nun endlich in das Flugzeug steigen.

15:34 Start in Walagu

Die Liebenzeller Spenden sind nach einem langen Tag endlich in Walagu angekommen

 


15:47 Landung in Mougulu

Die beiden Care International Mitarbeiter stiegen aus, um ihre Arbeit in Mougulu fortzusetzen. In weniger als 10 Minuten war das Flugzeug wieder in der Luft, um die wartenden Leute in Tari abzuholen.

15:54 Start in Mougulu

 


16:15 Landung in Tari

Zum dritten Mal an diesem Montag pumpte unser Bodenpersonal Treibstoff in die Tanks. Genug, damit das Flugzeug und die fünf Passagiere sicher zurück nach Mt Hagen fliegen konnten.

16:47 Start in Tari

 


Nach langen Stunden des Wartens in Tari und Walagu wurden die Passagiere mit einem schönen und ruhigen Flug zurück nach Mt. Hagen belohnt, große Gewitter mit Blitz und starkem Regen konnten sie aus sicherer Entfernung beobachten.

Um 17:17 Uhr setzte P2-MAF sanft auf dem Kagamuga Flugplatz im Mt. Hagen auf, etwa 9 Stunden nach dem Start am Morgen. 14 Landungen und 270 Minuten in der Luft durch die Menschen in abgelegenen Gebieten vielfältig geholfen werden konnte.

Ein einziger Flugtag!

 

 

Sehet und schmecket die Freundlichkeit des HerrnĀ …

… oder Auf Umwegen zum Telefomin Markt

Es ist ein atemberaubend klarer und sonniger Morgen hier in Telefomin. Ein paar Wolken steigen langsam die Hügel zwischen den meinem Blick verborgenen Schluchten empor. Die perfekte Zeit für einen Morgenspaziergang, die Schönheit der Landschaft aufzusaugen und zu versuchen, sie mit meiner Kamera festzuhalten! Außerdem will ich zum Markt. Über ein paar Umwege kam ich dann irgendwann auch dort an…

Der Blick von unserer Veranda hinüber zur Sekundarschule

Wohnhaus in Telefomin

 

Umweg Nr. 1: Die Twin Otter

Ich filme den Start der Twin Otter. Mit Passagieren startet sie nach Tabubil, dem Telefomin nächstgelegenen größeren Versorgungszentrum. Hier endet die Straße, die alle Fracht den Fly River herauf bringt und wo die nächsten Passagiere bereits an der MAF-Basis auf ihren Flug nach Tekin warten. Von Tekin geht der Flug weiter nach Bak und von dort mit Passagieren nach Mt Hagen, die die erste Hälfte der Ladung dieses Bak-Mt Hagen-Charters bilden. In Bak fragt der Pastor die Piloten, ob sie Bibeln hätten, die er kaufen könne. Leider nicht, aber sie versprechen, eine Kiste von Mt Hagen zurückzubringen. In Mt Hagen werden die 20 Sitze der Twin Otter hoch geklappt um Platz zu schaffen, ein mobiles Sägewerk für den Rückflug nach Bak zu laden. Das Flugzeug ist die einzige Möglichkeit, um Geräte wie diese in dieses zwischen den Bergen gelegene Dorf zu transportieren. Während später das Sägewerk in Bak wieder entladen wird, kauft der Pastor 40 Buk Baibels, also Bibeln in der Handelssprache Tok Pisin.

Die Twin Otter P2-MFB auf dem Weg zur Startposition in Telefomin. Mathias am Steuer…

Das mobile Sägewerk ist nun in Bak.

Von Bak fliegt die Twin Otter wieder nach Tabubil, an Bord ein paar Passagiere und viel Gemüse, das die Leute später auf dem Markt dieser Goldminenstadt verkaufen werden. Frisch betankt fliegt die Twin Otter indes weiter nach Tumolbil, einem Dorf in einem engen Tal an der indonesischen Grenze. An Bord ist u.a. eine kranke Frau mittleren Alters, die vor zwei Wochen auf einem Medevac-Flug nach Tabubil gebracht wurde. Aber sie kam zu spät, viel zu spät. Diagnose Brustkrebs, im Endstadium. Es gab nichts, was das Krankenhaus für sie tun konnte, also schickte man sie zurück nach Tumolbil, begleitet von einer Krankenschwester und beatmet mit einer Sauerstoffmaske. Zurück nach Hause zu ihren Angehörigen, um in deren Mitte zu sein, wenn das Leben bald zu Ende geht.

In Tumolbil holt das Flugzeug u.a. Deo Mondo ab, einen Techniker, der die letzten zwei Nächte in diesem Buschdorf verbrachte, um eine neue Langwellenfunk-Antenne für die kleine Gesundheitsstation zu installieren. Die Krankenschwester fliegt ebenfalls mit zurück nach Tabubil, ebenso ein paar Dorfbewohner. Eine letzte Betankung und die Twin Otter wirft zum siebten Mal an diesem Tag ihre Turbinen an, startet für den letzten 15 Minuten Flug zurück zu ihrer Heimatbasis in Telefomin. Ein langer Arbeitstag für die Piloten, ca. 10,5 Stunden, inklusive 5,5 Flugstunden.

 

Umweg Nr. 2: Die Überreste eines alten Segelflugzeugs

Nachdem die Twin Otter in den azurblauen Himmel aufgestiegen war um das Telefomin-Tal hinter sich zu lassen, beschloss ich, einfach weiter zu laufen, um das morgendliche Licht auszunutzen und markante Szenen der Telefomin-Landschaft zu fotografieren. Den Anfang  machten die Überresten eines alten Segelflugzeugs, das einst in Telefomin landete und dessen Gedenkstein mir die Anfänge der Luftfahrtgeschichte in Telefomin erklärt.

Hier erfährt man ein wenig über die Flugplatz-Historie von Telefomin

 

Die Überreste des Segelfliegers…

Als ich danach den Flugstreifen überquere, kommt mir eine kleine, alte Frau entgegen, gebeugt unter einer vermutlich recht schweren Last in ihrem Bilum. „Guten Morgen,“ grüße ich sie, „du gehst zum Markt, nicht?“, stelle ich fragend fest und wünsche ihr einen guten Tag.

Eine alte Frau auf dem Weg zum Markt

Schönheit der Schöpfung. Von diesen Orchideen blühen hunderte in Telefomin!

 

Umweg Nr. 3: Die Baustellen der Sekundarschule

Ich setzte meinen Spaziergang in Richtung der Telefomin Sekundarschule fort und komme an der Baustelle der neuen Aula bzw. Basketball-Halle vorbei. Es hat sich einiges getan, seitdem ich das letzte Mal vor 6 Monaten hier war. Ich plaudere mit einigen der Bauarbeiter, die gerade die Aufgabenverteilung für den Tag besprechen: Beton gießen für einen weiteren Bereich des Bodens. Die Arbeiten gehen langsam voran. Handarbeit und fehlende Maschinen sind ein Grund, fehlende finanzielle Ressourcen der andere. Gestern wurden 30 Zementsäcke aus Tabubil mit der Twin Otter gebracht. Die wollen die nächsten Tage verschafft werden. Ich gehe weiter, treffe eine weitere Gruppe, die an einem anderen Gebäude beschäftigt ist. Die Männer erklären mir, dass sie an den letzten Kleinigkeiten eines neuen Schlafsaals für 40 Jungen arbeiten, Fliegengitter anbringen bzw. mit dem Innenausbau beschäftigt sind. Und ja, MAF gehört zum Dorf dazu. Ohne MAF hätten sie all das Baumaterial gar nicht.

Die Baustelle der Aula bzw. Basketballhalle

Die Twin Otter bringt weiteres Baumaterial für die Sekundarschule in Telefomin

Umweg Nr 4: Im Gespräch mit dem Rektor der Sekundarschule

Der Rektor der Sekundarschule in Telefomin

Ich treffe auf den Rektor der Sekundarschule und wir beginnen zu plaudern. Es ist sein zweites Jahr als Schulleiter. Auch er betont den wichtigen Dienst von MAF für die Schule. Ohne MAF würde die Schule nicht funktionieren, denn sie sind von unserem Flugdienst abhängig, u.a. für die benötigten Lebensmittel für die ca. 400 Internatsstudenten, alles Lehr- und Lernmaterialien und alle Baustoffe, um die Infrastruktur der Schule zu verbessern. Für viele der Internatsschüler und ein Drittel der Lehrer fungiert das MAF-Flugzeug auch als „Schulbus“, nicht täglich, aber zum Beginn und Ende des Schuljahres, gelegentlich auch zu den Semesterferien.

 

Umweg Nr. 5: Eine Unterrichtsstunde in der 12. Klasse

Unterricht der Kasse 12 im Speisesaal

Ich folge dem Schulleiter zu seiner nächsten Unterrichtseinheit. Mit einer polierten 20 Toea Münze in seiner Hand lehrt er den Schülern eine einfache, aber wichtige Lektion. „Was ist der Wert dieser Münze? – Was, wenn die Münze auf dem Boden liegt, was ist ihr Wert dann? – Und was, wenn sie richtig verdreckt ist,“ und reibt sie unter seinem Schuh auf dem staubigen Holzboden. „Der Wert bleibt gleich“, antworten die Studenten in Übereinstimmung. Dann überträgt er seine Münzen-Illustration auf den persönlichen Wert der Schüler. „Egal, wie du aussiehst, egal ob du morgens geduscht hast oder nicht, wie sauber deine Kleider sind, egal von welchem ​​Dorf du bist, du bist wertvoll, so wie du bist. Der Wert einer Münze ist gegeben durch ihre Prägung, egal ob sie glänzt oder schmutzig ist, – und genauso auch du.“ Nun erklärt er den Schülern vier Lebensprinzipien, mit denen sie den Wert ihres Lebens steigern können und ihre persönlichen Ziele erreichen können. Die vier Ds des Erfolges: Entschlossenheit, klare Ziele, Hingabe und Disziplin (engl: Determination, Desire, Dedication, Discipline). Dann fordert er die Schüler auf, diese vier Wörter mit Inhalt zu füllen und aufzuschreiben, was sie für sie persönlich bedeutet und wie sie praktisch werden können.

Einer der Zwölftklässler bei der Denkarbeit…

Gedanken eines anderen Schülers zum Thema

Leider bleibt keine Zeit für eine Diskussion darüber, was die Schüler geschrieben haben, da mein Gespräch mit dem Schulleiter über die Schule und MAFs Einfluss dazu geführt hat, dass er zu spät in die Klasse kam und nur 15 Minuten für die Unterrichtsstunde übrig blieben. Also fasst der Schulleiter seine kurze Lektion zusammen, verweist am Ende die Schüler auf die Leistungen der Zehntklässler der Oksapmin Sekundarschule im Vorjahr, im ca. 60 km entfernten Tekin. „Sie haben diese vier Ds wirklich umgesetzt und kamen auf Platz fünf der besten Schulen in ganz Papua-Neuguinea. Wir können das auch schaffen, wenn wir diszipliniert sind, angefangen mit Selbstdisziplin. Dann werden wir Ergebnisse sehen. Dann wird unsere Leistung steigen, als Schule, als Individuum und als Klasse. Von unseren Zwölftklässlern haben im vergangenen Jahr ein Drittel, also über 25 Schüler Plätze in weiterführenden Bildungseinrichtungen bekommen. Können wir diese Zahl erhöhen?“ Mit dieser Herausforderung entlässt er die Klasse.

Was für eine kurze und kraftvolle Lektion! Auch für mich ist diese Lektion eine gute Erinnerung, dass jeder Mensch in Gottes Augen wertvoll ist, unabhängig von Hautfarbe und Herkunft, Bildungschancen und Lebensumständen. Und diese vier Ds sind Lebensprinzipien, die sich auch individuell in jeder Lebenslage definieren lassen. Wie spiegeln sie sich in meinem Leben wieder?

Lasst uns hoffen und beten, dass viele dieser Schüler ihren Gott gegebenen Wert erkennen und diesen auch im Leben ihrer Mitschüler wahrnehmen, und dass sie die Herausforderung annehmen, diese vier Ds auf ihrem Bildungs- und Lebensweg umsetzen.

 

Wieder auf dem richtigen Weg: Auf zum Markt

Ich verlasse das Schulgelände, gehe zurück zur sog. Telefomin Station, überquere die Landebahn, komme wieder am Segelflugzeug vorbei bzw. dem, was davon übrig geblieben ist und gehe nun zielstrebig zum Markt. Manchen verkaufen hier Produkte aus ihrem eigenen Garten, andere verkaufen Waren, die sie in Tabubil oder Vanimo gekauft wurden, Öl, Brühwürfel, löslicher Kaffee in Portionstütchen, Taschenlampen, Kleidung, Schuhe, Nägel und manches mehr.

Im Angebot: Tapioka, Pitpit und Blattgemüse

Im Angebot: Tapioka, Pitpit und Blattgemüse

Ich steuere auf drei Frauen zu, die Blattgemüse in dicken Bündeln, Pitpit (eine Art Bambus) und mir unbekannte Wurzelknollen anbieten. Also frage ich nach, was das denn für Wurzelknollen sind.

„Tapioka.“

„Und wie kocht man Tapioka?“

„Ganz normal wie Kaukau (Süßkartoffeln) oder Taro im Topf oder im Feuer. Oder man hobelt die Wurzel und brät sie als eine Art Fladen in der Pfanne. Man kann noch anderes unter die Tapioka-Raspel mixen, wie Frühlingszwiebeln, Tomaten, ein Dosenfleisch oder Thunfisch. Hauptsache, man hat genug Öl in der Pfanne. Tapioka ist richtig durstig.“

Ich lasse mich drauf ein, etwas Neues auszuprobieren und kaufe eine der kleineren Tapioka-Wurzeln für 50 Toea. Die Frauen freuen sich.

Ich flaniere weiter über den Markt und nähere mich einigen Frauen, die im Schatten unter dem neuen Marktgebäude sitzen. Ich kaufe immer gern Dinge von verschiedenen Frauen, so dass mehrere ein kleines Geschäft machen können. Das wird überall wertgeschätzt.

Als nächstes kaufe ich eine Gurke und ein Bündel Frühlingszwiebeln für je 1 Kina von zwei verschiedenen Frauen und frage nach einigen anderen Wurzelknollen, die sie im Angebot haben. Taro und Taro Konkong. Ich verspreche, sie ein anderes mal zu kaufen. Wir sind nur zur zweit, wir brauchen nicht viel und ich muss nicht auf Vorrat kaufen, da der Markt täglich abgehalten wird und da diese verschiedenen Wurzeln das Hauptnahrungsmittel der Leute in diesem Hochlandtal ausmachen, sind sie auch täglich auf dem Markt zu haben.

Die Frau, der ich vorher auf der Landebahn begegnet bin…

Und dann sehe ich sie wieder, die alte Frau, der ich vor zwei Stunden auf der Landebahn begegnet bin. Nun sitzt sie unter ihrem verblassten Regenschirm, hat auch einige Tapioka-Wurzeln, eine Staude Bananen und drei kleine Tomaten im Angebot, ausgebreitet auf ihrem Bilum. Ich kaufe alle ihre Bananen, 10 Toea pro Stück, insgesamt also 80 Toea. Mit zittrigen Händen bietet sie mir ihre Tomaten an, auch je 10 Toea. Natürlich kann ich nicht widerstehen! Ich zahle insgesamt 1,10 Kina, umgerechnet 0,33 Euro!

Meine Ausbeute frisch vom Markt in Telefomin…

Ich fühle mich unwohl. Es ist so billig! Ich frage mich, was diese alte Frau im Gegenzug für die wenigen Kina kaufen kann, die sie von ihrem Tag auf dem Markt verdient. Da alles in Telefomin eingeflogen werden muss, sind die Dinge teuer, ein Kilogramm Reis kostet 15 Kina, umgerechnet 4,40 Euro, das Dreifache von dem, was ich in Mt Hagen dafür bezahle.

Tapioka Fladen

Als ich wieder daheim bin, befolge ich die Anweisungen der Frauen vom Markt. Und hier ist meine Bildergeschichte von meinem Telefomin-Tapioka-Fladen.

Frühlingszwiebeln, Tomaten, ein bisschen fein gehobelter Ingwer und Knoblauch und Tapioka-Raspeln…

Salz und Pfeffer und ein wenig Maggi-Würze…

Alles schön vermengen…

Genug Öl in der Pfanne heiß werden lassen und dann die Mischung obenauf, ca 2cm dick…

Den Fladen nach ca 3 Minuten wenden, Hitze reduzieren, Deckel auf die Pfanne und ca 10 Minuten brutzeln lassen…

… und fertig ist ein leckeres Mittagessen!

 

Leider kann ich euch keine definitiven Mengenangaben für die Zutaten anbieten. Ich habe eben genommen, was ich gekauft habe, zusätzlich noch ein wenig frischen Ingwer und Knoblauch, Salz und Pfeffer.

Es hat echt gut funktioniert! Ich gutes und sehr füllendes Mittagessen. Von der Gurke und einigen der Bananen machte ich mir einen Smoothie, fügte nur ein bisschen hausgemachtes Joghurt und gefiltertes Wasser hinzu…

Und ich werde auf jeden Fall wieder auf den Markt gehen und eine dieser anderen Wurzelknollen kaufen, und sicher auch wieder Tapioka!

Was für ein toller Morgen, an dem ich Gottes wunderbare Schöpfung sehen und schmecken durfte als auch den Einfluss von MAFs Flugservice für diese abgelegene Region so hautnah erleben konnte. Ich freue mich, dass ich ein Teil diese Ganzen bin, weil Gott mich liebt und mich in diese abgelegene Ecke der Welt gestellt hat.

Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn traut!

Lutherbibel 1912

 

Eine Woche Flugalltag

Montag – Bodycharter nach Tekin Die Schülerin aus dem Hochlanddorf Tekin hat in Passam in der Nähe von Wewak an der Küste die 12te Klasse besucht. Vergangenes Wochenende wurde sie mit Malaria in das Krankenhaus eingeliefert, wo die Doktoren ihr nicht mehr helfen konnten. Sie verstarb. Am Montag flog ich den Sarg mit Familienangehörigen und dem Schulleiter nach Tekin. Viele Schüler kamen zum Flugplatz, um sich noch einmal von ihrer Mitschülerin zu verabschieden. Hierzulande ist in den Särgen oft ein kleines Fenster in Kopfhöe eingearbeitet.

Im Flugzeug wird eine Sitzreihe komplett ausgebaut, sodass der Sarg ordentlich transportiert und verzurrt werden kann.
In Tekin warten die Angehörigen und noch viele andere Leute aus dem Dorf am Flugplatz.
Dienstag – Rundreise Ein Passagier stieg morgens um 8 Uhr in Wewak ein und musste fünf Landungen erleben bis er nach vier Stunden an seinem Ziel ankam. Manchmal geht es nicht anders. Mittwoch – Schnell ins Hochland und dann Basemeeting Einmal im Monat eine Teambesprechung mit dem Team in Wewak: Piloten und Bodenpersonal. Wichtigstes Thema: beim Betanken im Hangar ist äußerste Vorsicht geboten. Donnerstag – Flugfrei Nach drei Tagen Schlechtwetterfliegerei ein willkommener Tag. Freitag – Noch mal ins Hochland Ein Fass Flugbenzin für Telefomin, Tiefkühlkost für Okisai, vier Krankenschwestern aus Blackwara mit leeren Impfboxen zurück nach Telefomin, vergebliche Landung in Eliptamin – die Passagiere waren nicht gekommen, ein Passagier aus Okisai für Moropote, und auf dem Heimflug nach Wewak den Landeplatz in Pukapuki überflogen und inspiziert. Samstag – Nur für Glenda und jede Menge Lebensmittel und Batterien für die Hochschule in Tekin waren an Bord für diesen Charterflug. Auf dem Rückflug war die Maschine leer. Zeit für ein paar private Steilkurvenübungen …

Bus zu verkaufen

Einer unsere MAF-Busse auf dem Compound hat das Alter erreicht, indem die Reparaturen häufiger und kostspieliger werden, Ersatzteile kaum mehr zu bekommen sind und alles immer mehr zusammenrostet. Schon vor einiger Zeit haben wir das MAF Management auf den bevorstehenden Verkauf hingewiesen. Wir wurden aufgefordert ein „Zu verkaufen wie er ist“ Schild in den Bus zu hängen und zu warten, bis sich jemand meldet. Zwei Interessenten meldeten sich tatsächlich. Einer hatte uns schon im vergangenen Jahr angesprochen und seine Kaufabsichten erklärt, falls wir den Bus je verkaufen.
Und wie läuft das hier? Von wegen, dass man selbst einen Preis festsetzt und alle Vorzüge anpreist. Hier scheint das eher einer Versteigerung nahe zu kommen. Die Interessenten mussten ihre Angebote nach Mt. Hagen schicken. Nach einigen Wochen Wartezeit bekam unser „Freund“, wie er sich dann schnell einschmeichelte, den Bescheid, das Geld zu überweisen und den Beleg bei uns vorzuzeigen. Freitagnachmittag kam er dann. Aber keiner im Mt. Hagen MAF Finanzbüro war mehr da, den Beleg zu überprüfen. Maski! Mathias hat den Schlüssel mit samt den Papieren ausgehändigt. Morgen wird dann mal gecheckt, ob das Geld auch auf dem MAF-Konto angekommen ist. Und was ist nun das Schicksal des Busses? Er wird sicher als PMV zugelassen (Minibus für den öffentlichen Personenverkehr) und bekommt – typisch PNG – einen Namen vornedrauf gepinselt.

Sanguma

Hier ein kurzes Update zur Frau mit den Brandverletzungen. Siehe Blogeintrag http://maf-pilot.de/2011/01/gute-planung/
Sie lebt noch!

Naomi, unsere Hausmeri kommt aus dem selben Dorf und hat sie die Tage im Krankenhaus besucht. Natürlich haben wir sie dann ausgefragt, ob sie Details weiß, wie es zu den Verbrennungen an den Gliedmaßen und im Gesicht kam.
Anfangs meinte sie, dass es ein typischer Buschfeuer-Unfall gewesen sei. Die Leute zünden Grasland an, um so die darin lebenden Tiere zur Flucht zu treiben, damit sie sie abschießen können. Trockenes Gras brennt schnell und so kommt es durchaus öfters mal vor, dass Menschen dabei zu Schaden kommen. Diese Geschichte hat sie mir anfangs erzählt.
Claudia hat sie eine andere Geschichte erzählt und auf mein Nachfragen hin, hat sie mirs dann auch noch mal erzählt:
Ihr Vater hätte sie angezündet, um sie umzubringen. Hintergrund: Der Vater des Vaters sei letztes Jahr verstorben und einer der Sanguma-Männer im Dorf gewesen. Nun will auch er in die Fußstapfen seines Vaters treten, und Sanguma ausüben. Damit er die entsprechende Macht bekommt, muss er sein erstgeborenes Kind opfern. Naomi erzählte auch, dass sie den Vater bereits in Wewak gesehen hat und er nach wie vor die Absicht habe, seine Tochter zu töten. Diese ist noch immer im Haus Sik (Kranknehaus Wewak), wo ihre Brandwunden behandelt werden und die Schmerzen mit entsprechenden Medikamenten so niedrig wie möglich gehalten werden.Wir haben gehört, dass die medizinische Versorgung bei Brandwunden hierzulande ganz gut sei, eben weil Verbrennungen so oft vorkommen. Sanguma steht für den Glauben an magische Schadenszauber und -flüche bzw. Geistermacht. Es ist im ganzen Land weit verbreitet. Nicht erklärbare Todesfälle oder Krankheiten, Missernten, Unfälle oder sonstiges wird oft mit Sanguma in Zusammenhang gebracht.Uns warnt man auch immer wieder davor, irgendwelche Schnitzereien mit Masken zu kaufen, weil diese oft „besprochen“ und in Zusammenhang mit Geistern und Zaubereien in den Dörfern verwendet werden. Und ehrlich gesagt, bei manchen auf dem Markt angebotenen Schnitzereien haben wir wirklich ein komisches Gefühl!
Viele Dörfer haben ein Haus Tamburan, also Kultstätten mit Masken und sonstigen Kultgegenständen und Artefakten, das nur für Männer zugänglich ist.Der Lonely Planet Reiseführer wirbt sehr stark für den Besuch eines solchen Haus Tamburan, vor allem im Sepikgebiet. Wir nehmen eher Abstand von diesen Empfehlungen.

Sibilanga

Sibilanga liegt beinahe 700 Meter überm Meer im Küstengebirge. Die Landebahn ist kurz, steil und bei Regen schlüpfrig, die Straße dorthin schlammig und schwierig. Die Christliche Brüder Gemeinde (CBC) hat dort eine schöne, saubere und lebendige Gemeindschaft aufgebaut, die mit Australischer Entwicklungshilfe ein neues Schulgebäude baut. Bis Klasse 8 können die Schüler in Sibilanga bleiben, danach müssen sie in die Städte. Mühsam lernen die Papua Neuguinesen mit der rasanten Entwicklung des Landes Schritt zu halten. Was ehemalige Pioniermissionare aufgebaut haben, geht irgendwann in die Hände der Einheimischen über und verfällt im Laufe der Zeit. Wartung und zukunftsweisende Entscheidungen gehören nicht zu den Talenten der Buschbewohner. Ausnahmen wie in Sibilanga sind selten. Als der neuseeländische Missionar M.Tuck die Station in Sibilanga für die Christliche Brüdergemeinde aufgebaut hat, hatte er nicht ahnen können, dass die Dorfältesten heute mit Unterstützung der Australischen Enwicklungshilfe ein neues Schulgebäude aufbauen. Das Schulbegäude ist nicht wie andere aus Holz. Die Tragende Struktur ist Aluminium und im feuchtwarmen Klima von Papua Neuguinea haltbarer als die Klas-senräume aus Buschmaterial. Das große Wohnhaus der Familie Tuck auf dem Hügel im Hintergrund des Fotos, ist heute ein Gästehaus, indem jeder herz-lich willkommen ist.

Fernsehtipp

Lost Land of the volcano… So heißt die dreiteilige BBC Dokumentation über Papua Neuguinea. Wir haben sie am 1. Adventnachmittags nonstop geschaut. Genial! Und wir leben hier in diesem Land. Schade nur, dass wir vieles so gar nicht sehen, was es hier an Naturschätzen und -wundern zu bestaunen gibt. Aber Dank BBC…

Wollt ihr auch staunen? Dann kommt entweder auf nen Besuch bei uns vorbei oder schlagt euch die Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag um die Ohren. Denn da kommt auf NDR um 0:40 ein Teil der BBC Dokumentation.
Viel Spaß beim Schauen!

Hier der Link zur Sendung:
http://www.bbcgermany.de/GERMANY/dokumentationen/genre11/sendung_901.php

Aunty Rosa, eine Frau des Glaubens

Aunty Rosa, wie sie von allen Kindern, Nachbarn und uns genannt wird, hat einen vollen Alltag. Sie arbeitet bei MAF in Mt. Hagen als Sekretärin. Sie wohnt in einem der Stadtteile von Mt. Hagen mit der größten Kriminalitätsrate. Hier hört das Wantok-System auf zu funktionieren: Kinder, deren Eltern an AIDS verstorben sind, bleiben innerhalb der Großfamilie unbeaufsichtigt und unversorgt.

Vor mehr als 10 Jahren hat sie angefangen, einige Kinder bei sich privat aufzunehmen und zu versorgen. 2006 hat sie mit ihrem Mann, der als Baggerfahrer oft auswärts arbeitet, gemerkt, dass sie eigentlich mehr tun müssten. Eine Predigt über Georg Müller, den Waisenvater von Bristol, hat beide so stark angesprochen, dass sie die ihnen aufs Herz gelegte Berufung, für Waisen und Witwen zu sorgen, im Glauben immer mehr ausbauten. Daraufhin gaben sie einmal wöchentlich eine warme Mahlzeit an die Kinder aus. Mittlerweile ist die Arbeit gewachsen und täglich können ca. 100 Kinder und Witwen mit einem Frühstück und einer warmen Mahlzeit pro Tag versorgt werden.
Heute ist das Bible Faith Outreach (BFO) ein eingetragener Verein. Unterstützung kommt von MAF, örtlichen sowie internationalen Kirchengemeinden und Privat-personen. So war es möglich, dieses Jahr für über 50 Kinder Schulgeld zu zahlen und Kleider zu nähen.
Nur drei Beispiele … Zwillingsschwestern, deren Vater starb und die vom neuen Mann der Mutter sexuell missbraucht wurden, reisten mit Schiff und Bus durchs halbe Land, um zu Aunty Rosa zu kommen. Zu ihren täglichen Gästen gehört auch eine HIV positive Mutter mit fünf Kindern, die, wenn sie einmal nicht mehr ist, ihre Kinder gut aufgeho-ben wissen will. Oder ein 14-jähriges Mädchen mit ihrem Kind, die ebenfalls sexuell missbraucht wurde und kürzlich HIV positiv diagnostiziert wurde. Ihre Arbeit tut Aunty Rosa aus dem Glauben heraus. Sie wünscht jedem Kind eine Zukunft unter Gottes Schutz und Begleitung. Seine Liebe und Fürsorge lebt sie ihnen vor. Sonntags geht sie mit ihnen zum Gottesdienst, zweimal pro Woche gibt es vor dem Essen eine Andacht. Das Gebet ist ihr ständiger Begleiter. Ihre Liste an Bitten ist groß. So träumt sie von einem Grundstück, um für die Kinder eine permanente Unterkunft zu schaffen. Viele wohnen in hühnerstallähnlichen Hütten und entsprechend unhygienischen Verhältnissen. Ihr wollt auch helfen? Dann sei euch folgende Internetseite ans Herz gelegt www.orphanlist.org oder sprecht uns an.

Das ist ein kleiner Auszug aus unserem Dezember-Rundbrief. Wir schreiben ca. viermal jährlich einen vierseitigen Rundbrief über unsere Arbeit und unseren Alltag hier in Papua Neuguinea. Interesse? Dann einfach eine Email mit dem entsprechenden Vermerk an uns schreiben, siehe Link auf unserer Homepage www.maf-pilot.de

Dorfrundgang in Arkosame

Nach getaner Arbeit auf der Landebahn gings zurück zu unserer Bleibe. Als kleine Erfrischung gabs dann erstmal eine Kulau. Das ist DAS Buschgetränk schlechthin! Isotonisch und total hygienisch. Die Coca Cola vom Busch! Man nehme einen langen Bambusstab und schlage eine noch grüne Kokosnuss vom Baum. Das Fleisch innen ist noch nicht vollständig hart, oftmals noch gallertartig. Getrunken wird aus einer eingeschlagenen Öffnung. Das brauch zuweilen ein wenig Übung, damit man nicht allzuviel dieses edlen Trunks veläppert… ;o)

So schaut es aus, wenn man nach links von unserer Bleibe schaut. Schöner Rasen, große Häuser, alles sauber. Und man staunt, dass dies in den 60er bis 80er Jahren mal die Landebahn des Dorfes war. Aber mit der Zeit ist sie an den Seiten und auch auf der Fläche abgerutscht, sodass der Platz geschlossen werden musste.
Die neue Landebahn, die das Dorf nun wiedereröffnen will, wurde wohl Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre gebaut, aber auch wegen Hangabrutschgefahr wohl um 2005 wieder geschlossen.

Wir staunen nicht schlecht über die Größe der Häuser. In der Regel hat jede Familie ein großes Haus long slip auf Stelzen und ein Haus Kuk auf dem Lehmboden. Ob die Ordnung und Sauberkeit wohl auf den Einfluss von Missionarenzurückzuführen ist, die hier Ende der 60 für einige Jahre da waren?

Hier treffen wir wohl einen der Dorfältesten. Er sagt, dass er als junger Mann damals nach den Weißen geschaut und für sie gearbeitet hat. Nun ist er krank und kann keine weiten Strecken mehr laufen oder viel arbeiten. Aber sein fröhliches Gemüt hat er behalten.
Hier sieht man es noch mal: das Wohn- und Schlafhaus im Vordergrund, das Kochhaus im Hintergrund. Erstaunlich, dass man da drinnen wirklich über offenem Feuer kocht und dazu noch die Türen verschließt. Der Rauch steigt durch das aus Saksakblättern gebaute Dach hindurch.

Hier ein kleiner Eindruckeiner Dorfstraße. Natürlich kamen viele Leute aus ihren Häusern, um zu schauen, wer denn da spazieren kommt ;o) und die Kinder liefen dann meistens mit uns mit…

Hier bekommt man einen kleinen Eindruck von der Konstruktion der Häuser. Alles hinterprozentig Buschmaterial. Denkt nur mal an die Arbeit, bis man die ganzen Pfosten geschlagen und zur Baustelle transportiert hat. Alles Handarbeit!!! Keine elektrischen oder motorbetriebenen Werkzeuge, nur Buschmesser, Äxte und dergleichen…
Aller fünf Jahre muss so ein Haus dann wohl auch ersetzt werden. Also arbeitslos wird man dann im Busch auch nicht.

Und so sehen die Dachschindeln aus. Auch alles Hundertpro Handarbeit. Verwendet werden die Blätter der Sagopalme. Geflochten bzw. gewebt werden sie noch im grünen Zustand. Bis sie gebraucht werden und ihren Platz auf einem neu zu deckenden Haus finden, sind sie getrocknet.

Schade, dass die Dunkelheit hier in Äquatornähe so schnell hereinbricht und uns nicht so viel Zeit mehr blieb, noch weitere Ecken des Dorfes zu erkunden. Noch immer kommen uns viele Frauen mit schweren Bilums entgegen, gefüllt mit den Erträgen ihres Gartens, der keine-Ahnung-wie-weit-entfert ist.
Die Bilums hier im Busch sind ebenfalls aus Naturmaterialien gemacht. Sehr beeindruckend.


So, nun wirds aber wirklich Zeit, die eigene Buschhütte wieder aufzusuchen. Versorgt wurden wir von zwei einheimischen Familien. Es gab wieder Erwarten kein „Buschessen“, schade eigentlich denn wir mögen das Grünzeugs, sondern man kochte für uns extra Reis mit Thunfisch oder Dosenfleisch und Nudeln. Und das morgens, mittags und abends ;o) Oh, beim letzten Frühstück gabs leckere Kaukau-Chips, sprich Süßkartoffel-Chips.

Ein Dorf will eine Landebahn


Damit ein Flugzeug auf einer Landebahn landen kann, muss die Landebahn gründlich vermessen werden. Länge, Breite, Gefälle und Bodenfestigkeit müssen ermittelt werden, auch muss die Einflugschneise gründlich begutachtet werden. In Arkosame landete jahrelang kein Flugzeug mehr. Jetzt möchte die Dorfgemeinschaft die Landebahn wiedereröffnen, um einen schnellen Zugang zur Zivilisation zu haben. Ungefähr 3000 Menschen leben in Arkosame. Die Autofahrt nach Wewak dauert mindestens 6 Stunden, der Flug würde 35 Minuten dauern. Müde aber glücklich kamen wir am Freitag von unserem besonderen „Busch-Abenteuer“ zurück. Dankbar auch für alle Bewahrung im Unterwegssein und bei den Vermessungsarbeiten. Mandy hatte die Woche vorher starke Rückenschmerzen und lag im wahrsten Sinne des Wortes flach. So richtig verschwunden waren die Schmerzen dann tatsächlich erst am Tag der Fahrt. Ob es wohl die richtige Entscheidung ist, dennoch mitzukommen?
Eingequetscht in der kleinen Fahrerkabine und gerüttelt durch hunderte von Straßenlöchern meldete sich am Ende des Tages nur der Allerwerteste und die Knie, nicht der Rücken. Preis den Herrn! … Und Danke an alle, die für uns gebetet haben! Fährt man diese Strecke von ca. 250 km weiß man, was ein MAF-Flugzeug wert ist und dies vor allem dann, wenn es einmal um Leben und Tod gehen sollte. Auch das Wetter war uns wohl gesonnen. Eine fast geschlossene Wolkendecke machte das stundenlange Arbeiten auf der Landebahn erträglich. Regen wiederum hätte die Fahrt auf den zum Teil sehr steilen und oft auf einem Grat gelegenen Buschpisten unmöglich gemacht. Beeindruckt sind wir auch von der Größe und Sauberkeit des Dorfes. Freundlich werden wir empfangen und auch versorgt. Man merkt, dass hier Christen leben. Hinfahrt Ausgemacht war, dass uns die Leute aus Arkosame zwischen7 und 8 Uhr morgens am Flugplatz abholen. Entsprechend klingelte bei uns der Wecker kurz nach 5 Uhr, um die letzten Reisevorbereitungen zu treffen und wie gewohnt 6.45 Uhr an die Base zu fahren. Aber alles kam anders… Die Arkosametruppe kam direkt zu unserm Compound und meinte, sie fahren noch schnell in die Stadt, einige Dinge einkaufen. Also war klar, dass wir wohl kaum vor 10 Uhr Wewak verlassen werden. Etwas enttäuscht waren wir ja schon. Nun ja. Eigentlich ist es aus ihrer Sicht auch verständlich, dass sie, wenn sie schon mal in der Stadt sind, noch einkaufen wollen. Schlussendlich gings dann gegen 10.30 los, nachdem alle Sachen auf dem Toyota Pickup verstaut waren. Hier seht ihr unsere Reiseroute: Von Wewak aus immer der dicken roten Straße entlang, dem sogenannten Sepik Highway. Aber wer hier eine schön ausgebaute Landstraße oder Autobahn erwartet, wird ziemlich enttäuscht. Am ehesten kann man es mit einer kleinen Dorfstraße im deutschen Hinterland vergleichen. Stellenweise hat sich das Grasland oder irgendwelche Büsche schon wieder über die Straße geschoben, dass es ziemlich eng wird bei Gegenverkehr. Das Wetter tut auch sein übriges und wäscht stellenweise die nicht gerade allzudicke Teerschicht weg. Jedenfalls saßen wir beide 10 Stunden auf dem Beifahrersitz, bis wir endlich Arkosame erreichten. 5 Stunden davon auf einigermaßen asphaltierten Straßen, 4 auf Dreckpisten und eine Stunde im Schlammloch. Die Dreckpiste begann da, wo zwischen Dreikikir und Yankok eine schmale rot eingezeichnete Straße nach Süden führt. Nuku erreichten wir nach ca. 6 Stunden. Hier gibt es auch einen MAF-Landeplatz, den man mit dem Airvan nach ca. 40 Flugminuten erreicht. Martin hätte uns ja hier absetzen können auf seinem Weg ins Hochland, aber Mathias hatte den Landeplatz eine Woche vorher geschlossen wegen zu hohem Gras. und so schnell sind die Leute einfach nicht, dass sie binnen einer knappen Woche alles gemäht kriegen… Hier in Nuku treffen wir den Eigentümer des Autos, der auch Präsident der lokalen Gemeinde ist, die ihren Hauptsitz in Arkosame hat. Seine Frau steigt zu, um uns in den nächsten beiden Tagen zu versorgen. Er drängt darauf, dass wir schnell weiterfahren, schließlich ist es schon 16.30 Uhr und die Strecke nach Arkosame wohl nicht zu unterschätzen. Laufen würde man wohl 12 Stunden. Mit dem Flugzeug wären es 10 Minuten. Wir brauchen 4 Stunden!
Während das Auto im Schlammloch festsaß, kamen uns einige Frauen mit schweren Bilums entgegen. Sie waren unterwegs nach Nuku, um am andern Tag ihre Waren auf dem dortigen Markt zu verkaufen. Die Frauen von unserm Auto kaufen ihnen schon einen Teil der Last ab: Ton, eine litschiartige kleine Frucht. Eine nette und leckere Erfrischung! Die Männer indessen bemühen sich, das Auto freizubekommen. Mathias hilft auch mit. Aber irgendwann sagt einer der Männer, dass er doch aufhören solle, schließlich komme er ins Dorf, um ihnen zu helfen und nun sei es eben ihr Teil, uns da gut hinzubringen. Im Dunkeln legen wir die letzten Kilometer zurück. Manche weiteren abenteuerlichen Schlammlöcher schafft der Allradantrieb ohne steckenzubleiben. Endlich erreichen wir gegen 20 Uhr das Dorf, wo alle schon auf uns warten und wir mit einer Fußwaschung begrüßt werden.
Vermessungen Nach gut 4 Stunden hatte Mathias alle wichtigen Daten der Landebahn gemessen. Viele halfen mit und noch mehr schauten zu. Hier einige Bilder mit jeweils einem kurzen Kommentar. Erstmal alles ausladen: drei Landebahnmarkierungskegel, ein neuer Windsack und die Kiste mit den Messinstrumenten.
Mathias markiert und vermisst die Landebahnschwelle. Erst ab hier darf das Flugzeug aufsetzen.
Bevor der Windsack seinen richtigen Platz bekommt, wird er als Reflektor genutzt. Mit einem Laser-Entfernungsmessgerät bestimmt Mathias die Länge der Landebahn und kontrolliert dabei die Messergenisse des Messrades. Außerdem kann er mit dem Laser die Steigung der Landebahn messen.Währenddessen kümmert sich eine Handvoll Leute darum, den alten Windsack bzw. das, was von ihm übrig ist, abzubauen.
Nachdem er nun schon zweimal die Landebahn hoch und runter gelaufen hat, erklärt er nun den Leuten, wie sie die Seitengräben noch vertiefen müssen, damit bei Regenwetter das Wasser gut ablaufen kann.
Mit dem Winkelmesser kontrolliert er nochmals die Messergebnisse für die Steigung und die Einflugschneise für das Flugzeug. Einige Bäume müssen noch gefällt und hohes Gras geschnitten werden.
Nun ist es Zeit, den Windsack aufzuhängen. Mittlerweile wurden die Fetzen des alten entfernt und wir waren froh, dass der Rahmen genau passte. Ein erstes sichtbares Erfolgserlebnis für die Dorfgemeinschaft, die ja vieles dessen, was wir tun, nun stückweise verstehen und nachvollziehen kann.
Mit dem GPS konnten wir die genaue Position des Landestreifens bestimmen und auch dessen Höhe.Vorbereitungen für die nächste Messreihe. Aller 50 Meter muss auch die Querneigung der Landebahn gemessen werden. Dazu füllt Mathias die Wasserwaage, eine einfache Kostruktion mit einem Gartenschlauch und rechts und links je einem Messstab.
Alle helfen mit! Einer misst die Distanz mit dem Messrad, dann brauchts zwei Leute für das Maßband, denn die Messpunkte müssen 10 Meter auseinander liegen und weitere helfen, den Wasserschlauch zu tragen. Mathias und ich lesen die Ergebnisse ab und protokollieren sie.
Und noch einmal gehts die Landebahn hoch. Dieses Mal im 10 Meter Abstand. Die Bodenfestigkeit muss auch noch gemessen werden und zwar je drei Messpunkte pro 10-Meter Breite. Wir sind zufrieden. Nur einer der über 120 Messpunkte lag im gelben Bereich, der Rest im grünen. Sehr ermutigend!
Geschafft! Wir sind in der Parkbucht angekommen und nun ist Zeit für eine weitere Pause und eine kleine Zusammenfassung. Es scheint, dass der Wiedereröffnung der Landebahn nicht mehr viel im Wege steht. Die schlussendliche Entscheidung für eine erste Testlandung fällt allerdings der Chefpilot. Dazu muss Mathias alles noch zusammenfassen und protokollieren. Aber nicht hier und jetzt…
Rückfahrt Wir starten kurz vor 8 Uhr und nehmen eine Abkürzung, die uns 2 Stunden durch den Busch führt, aber ziemlich gut befahrbar ist. Zumindest zurzeit, denn es ist Trockenzeit.Auf der Landkarte ist sie nicht eingezeichnet, führt aber ungefähr an dem Flusslauf entlang, der bei Arkosame gen Norden fließt. Eine Brücke gab es keine, wir fahren durch den Fluss… Auch diese Buschpiste ist bei Regen unbefahrbar. Der Weg führt oft auf einem Grat entlang und schlängelt sich die Hügel rauf und runter. Ohne Allrad wäre man auch jetzt in der Trockenzeit aufgeschmissen. Irgendwann erreichen wir wieder den Sepik Highway – und atmen auf! Aber jetzt geht es erstmal in die Autowaschanlage, um den Dreck der letzten Tage abzuwaschen, bevor man wieder ins Städtle fährt. Der nächste Fluss ist nur 5 Minuten entfernt… ;o)Ach ja, tanken sollten wir auch noch. Aber die nächste Zapfsäule ist erst in Wewak. Aber es gibt ja die Buschtankstellen…
Gegen 14.30 kommen wir müde aber glücklich wieder in Wewak an.